Nun ja, eigentlich sollte es ein längerer Besuch auf der Insel sein. Wir machten uns also gestern auf den Weg, weil wir einen Campingplatz gefunden hatten, der gute Bewertungen hat und riesig ist. Da wir bis jetzt keine überfüllten Campingplätze gesehen hatten, gingen wir davon aus, dass auch dieser Platz eher leer ist. Dort angekommen, wurden wir jedoch eines besseren belehrt. Der Platz war proppenvoll. Wir gingen dennoch zur Rezeption und ließen uns freie Stellplätze aufgeben und erkundeten den Platz. Dort haben wir jedoch relativ schnell entschieden, dass uns der Platz nicht gefällt… die Camper standen dicht an dicht und der Preis für eine Nacht für einen Camper plus zwei Personen in der Silber-Kategorie (dies ist die „schlechteste“ Kategorie, die angeboten wird) beträgt dann immer noch schlanke 50 Euro… wir wollten dann doch gern ein wenig Ruhe – und das auch gern für weniger Geld…
Also haben wir uns sehr spontan entschieden, wieder auf das Festland und ein Stückchen zurück nach Novi Vinodolski zu dem uns bekannten Stellplatz Klenovica zu fahren.
Hier haben wir Ruhe, ein tolles Meer vor der Tür (in Wurfweite… na gut, nicht bei meinem Wurfkünsten) also eine Minute von unserem Womo entfernt und in Sichtweite, mehrere gute Restaurants in der Nähe und mit Beach-Bar (ohne Beach… aber dafür mit Beton) und einen Tretboot-Verleih.
Wir haben uns gestern also ein rotes Tretboot ausgeliehen und sind nahezu todesmutig (Mike würde jetzt sagen, ein Leben am Limit …😂) raus auf das Meer… meterhohe Wellen spielten mit unserem Tretboot … ok, nein, so war es dann eher nicht. Das Meer war ruhig, die Sonne schien und wir traten in die Pedale. Das Tretboot hat eine kleine Treppe zu einer Rutsche… die nicht für meine Körpermaße gedacht zu sein scheint. Nicht, dass ich mich getraut hätte, von dort ins Meer zu rutschen… ich wäre ohne Hilfe ja nie wieder auf das Tretboot rausgekommen… aber ich wollte mich einfach baywatch-mäßig (sexy sozusagen…😂) auf die Rutsche setzen und klemmte mit meiner dezenten Hüfte fest… immerhin konnte ich da nicht runterfallen, wenn denn eine hohe Welle das Boot getroffen hätte…
Wie dem auch sei, ich befreite mich von der Klemm-Rutsche und entschied mich, mich wieder hinzusetzen und weiter zu treten. Immerhin passte ich nahezu perfekt auf den Sitz. Was will man also mehr?
Mike hat sich getraut und ist von dem Sonnendeck ins Wasser gesprungen und hat es dank der Kraft seiner Arme auch wieder an Bord geschafft. Wie bereits erwähnt, wenn ich das gemacht hätte, hätte Mike mich einfach, hinten am Tretboot hängend zum Ufer fahren müssen. Dieses für andere bestimmt sehr amüsante Spektakel hab ich mir dann doch geklemmt…


