Archiv für den Monat Juni 2021

28. Juni 2021

Wir hatten uns am Vorabend schon einen Campingplatz für heute ausgesucht, also sind wir früh aufgestanden und kamen um ca. 10 Uhr am Björkebo Campingplatz in Stöllet an. Der Platz wird von einem deutschen Ehepaar bewirtschaftet, liegt an einem Fluss und von hier aus kann man zwei Wandertouren starten. Wir bekamen einen Premiumplatz mit Blick auf besagten Fluss.

Hupi wurde geparkt und wir haben erstmal in Ruhe gefrühstückt.. dann haben wir die Ruhe genossen, gegen 15.30 h ein Stück super leckeren Kuchen gegessen und Kaffee getrunken. Der Kuchen bzw. die Torten werden hier von den Campingplatz-Chefs selber gebacken.

Blaubeer-Kuchen 😋

Wir haben uns dann bei der Chefin nach dem Wanderstrecken erkundigt. Es gibt eine kurze Strecke (ca. 4 km, zu erkennen an den roten Bändern am Wegesrand) und die längere Strecke (ca. 8,4 km, zu erkennen an den blauen und gelben Bändern, die den Weg kennzeichnen – bitte nicht zu verwechseln mit den blaugelben Bändern der Forstwirtschaft, die zeigen lediglich die Bäume, die gefällt werden sollen) also ansich ganz einfach… blaue und gelbe Bänder finden wir bestimmt. Die Chefin hat uns dann noch kurz den Weg erläutert… es geht immer bergauf, dann kommt eine Schutzhütte und hinter der Schutzhütte dann links und dann kommt auch schon der Rückweg…

Wir dieselten uns mit NoBite ein, eins davon ist für die Haut, das andere für die Klamotten… beides riecht nicht wirklich lecker, hilft aber ungemein, die Viecher (Mücken) fernzuhalten. Rucksäcke gesattelt und ab ging es für uns, Mike und Frauke gehen wandern…

Es fing relativ harmlos an, gut, erst ging es schon ein wenig durch Dickicht, dann aber kam ein Weg und die blauen und gelben Bänder haben wir auch gesichtet…

Dann kamen wir auf eine Anhöhe, die Sonne schien und auch die blauen und gelben Bänder waren uns hold…

Soweit alles ok, wir kamen dann an einem Hochmoor an, weicher moosiger Untergrund, bei dem man nicht so unbedingt einschätzen kann, ob bzw. wo man gut und hoffentlich trockenen Fußes hintreten kann…

Alles ok, die blauen und gelben Bänder waren in Sichtweite, also weiter im Parcours… ganz ehrlich, ab hier war es keine Wanderung mehr, sondern ein Trail… Mike war gut drauf und ich hatte das Motto „Aufgeben ist keine Option“ und es ging weiter bergauf, über Stock und Stein bzw. über umgefallene Bäume

Mike in Action

Dann kamen wir erneut auf eine Anhöhe und sahen die Schutzhütte, die die Campingplatz-Chefin erwähnt hatte. Wir also auf die Hütte zu und rechts an ihr vorbei und ab in die Wildnis… irgendwann fiel uns auf, dass keine blauen und gelben Bänder mehr zu sehen waren, nun gut, teilweise waren die Bänder vorher auch einfach altersbedingt von den Bäumen und Sträuchern gefallen. Wir stoppten kurz, um uns und unsere Klamotten nochmal mit NoBite zu tränken und kämpften uns weiter durch den nunmehr echt mückenverseuchten Dschungel

Also gingen wir bzw. kletterten wir einfach „geradeaus“ und waren guter Hoffnung, bald wieder blaue und gelbe Bänder zu sehen, die uns den Weg weisen sollten … doch… Pustekuchen, keine Bänder in Sicht und der Untergrund wurde langsam echt uneben bzw. weich, nass, rutschig und so weiter… wir stiegen einfach weiter bergauf und irgendwann kamen wir an einer Straße an… keine blauen oder gelben Bänder zu sehen. Wir hatten ca. 6,3 km hinter uns und dachten uns, wir rufen lieber mal kurz den Campingplatz-Chef an, der hatte uns im Vorwege gesagt hatte, dass wir uns im unwahrscheinlichen Fall, dass wir uns verlaufen würden, bei ihm melden sollten. In dem Telefonat stellte sich heraus (und, wer von Euch hat aufmerksam mitgelesen???) dass wir uns hinter der Schutzhütte links hätten halten müssen, da sind sich alle Bänder vorhanden. Nun gut, kann ja nicht so schwer sein, zurück zur Schutzhütte zu finden, wir also (nach dem dritten Einsatz von NoBite) wieder zurück ins Dickicht… Mike war immer noch guter Dinge, bei mir machte sich aufgrund des eher schwierigen Untergrunds die Angst breit, umzuknicken und sich zu verletzen… umgeknickt war ich bei dieser Wanderung schon mehrfach, doch dank meiner sensationellen Wanderschuhe war alles ok). Nichtsdestotrotz war die Angst mein Wanderpartner und das macht es nicht unbedingt leichter. Nach ca. 500 Metern querfeldein entschieden wir uns jedoch, zurück zur Straße zu gehen und diesen doch sehr einfachen, wenngleich sehr viel längeren Heimweg anzutreten. Ab dieser Straße sollten es noch ca. 9 km bis zum Campingplatz sein. Wir dachten uns, hey, was soll’s, die Sonne scheint, es wird auch hier abends nicht dunkel und so wanderten wir los. Wir unterhielten uns die ganze Zeit und irgendwann kamen wir nach ca. 15,3 km wieder am Stellplatz an. Es war 20 h und ich überlegte kurz, ob ich mir einen Badeanzug anziehe und kurz in den Fluss springe. Doch mein Elan reichte gerade noch für Schuhe und Klamotten aus, duschen, einen Salat machen. Mike hatte zwischenzeitlich den Grill angeworfen, wir aßen gegen 21.45 h, sind dann gegen 0 Uhr ins Bett gekrabbelt und haben komatös geschlafen.

27. Juni 2021

Gegen Mittag sind wir in Överturingen aufgebrochen, wir wollten in Richtung Mora fahren, und uns dort in der Nähe dann einen Platz zum Übernachten suchen, gern auch einen, wo man noch eine Runde wandern gehen kann. Wir haben noch für schlanke € 1,61 pro Liter Diesel getankt (und das war schon fast günstig, normalerweise kostet hier ein Liter Diesel € 1,67…

Einen tollen Platz an einem Fluss haben wir dann letztlich gefunden, dort haben wir uns dann hingestellt, hier kamen nach und nach noch andere Womos und davon sogar ein paar Deutsche. Besonders aufgefallen ist mir ein Paar aus Ostfriesland, die beiden waren zusammen mit ihrem Hund unterwegs und der Hund war echt riesig … wenn der zusammen mit den beiden im Womo war, war es da bestimmt kuschelig. Überrascht hat mich aber eher, dass der Mann einen Rock und eine große Perlenkette trug… alles ok, jeder, wie er möchte, ich finde, man sieht sowas nur einfach zu selten, als dass man es als gängig bezeichnen könnte… der Rock stand ihm aber 😉 die beiden machten ein Lagerfeuer, wir warfen den Grill an und verschwanden dann im Womo, um in Ruhe zu essen.

26. Juni 2021

Wir haben den Tag auf dem Naturcampingplatz in vollen Zügen genossen, saßen am See, ich hab lange überlegt, ob ich da mal ins Wasser gehen soll, hab mich letztlich nicht getraut… also saßen wir bei strahlendem Sonnenschein draußen, haben gelesen und es uns gut gehen lassen… ok, Mike saß in der Sonne und hat es sich gut gehen lassen, ich wurde belagert von riesigen Fliegen oder Bienen, na ja, die Dinger konnten fliegen und fanden mich klasse… ich persönlich hab mich eher nicht geschmeichelt gefühlt und bin immer wieder aufgesprungen, um vor den Viechern wegzulaufen, hat im Übrigen nicht geklappt… und wenn Ihr Euch jetzt fragen solltet. Ich war geduscht, hatte kein Parfüm drauf und war mit Autan eingeschmiert 😂😂😂

However, der Tag war super entspannt und ging mit der einen oder anderen Runde Tridom nach dem Essen zu Ende.

25. Juni 2021

Wir sind früh aufgestanden, ich hatte schon irgendwie gehofft, dass ich die Elch-Familie auch noch sehe… dem war leider nicht so. Also haben wir gefrühstückt und haben uns dann auf den Weg gemacht. Wir wollten heute erstmal Strecke machen, dann kurz Lebensmittel einkaufen und uns dann einen schönen Spot zum Übernachten suchen.

Den Einkauf erledigten wir in Östersund, dort waren ein paar Outletstores, ein Coop und ein Supermarkt namens ICA Kvantum. Ein wenig gewundert haben wir uns schon, dass auf dem riesigen Parkplatz nur sehr wenige Autos standen, haben es aber einfach so hingenommen. Ich hatte schon meine Maske griffbereit, weil ich in den Stadium Outletstore gehen wollte… und der war zu, wie im übrigen alle anderen Läden bis auf die Supermärkte. Es ist hier das gesamte Wochenende Midsommer-Fest und somit auch Feiertag… also gut, wir parkten nicht in der Nähe vom Coop, also schauten wir uns den ICA Kvantum an und ich fühlte mich zurückversetzt nach Neuseeland in meinem dortigen Lieblingssupermarkt (New World. Der ICA war riesig, hatte eine unfassbar sensationelle Auswahl an frischen Lebensmitteln und wir wussten nicht so recht, was wir einkaufen sollten. Da wir beide nur gefrühstückt hatten und es mittlerweile ca. 16 h war, haben wir aufgrund des bei uns in der Magengegend vorherrschenden Hungergefühls ziemlich viel leckere Sachen eingekauft… das ist ja nicht schlimm, unser Kühlschrank im Womo inkl. Gefrierfach ist echt riesig.

Nach dem Einkauf waren wir etwas unschlüssig, in welche Gegend es uns für die Übernachtung verschlagen sollte. Wir suchten einfach über die App Park4night ein paar Plätze raus, fuhren die einem nach dem anderen an und jeder einzelne gefiel eins nicht so wirklich. Dann fanden wir einen Naturcampingplatz ohne Versorgung, also fuhren wir nach Överturingen und schauten uns den Platz an. Nahezu schockverliebt entschieden wir, mindestens einen Tag, wenn nicht gleich zwei Tage dort zu verbringen. Der Platz liegt auf einer kleinen Insel mitten in einem riesigen See und ist über zwei kleine Brücken zu erreichen. Hier ein paar Fotos

Auf den See hinaus ragt ein Bootssteg und an dessen Ende ist ein Ponton angebracht, auf dem an beiden Seiten Holzbänke stehen, damit man von dort aus den See genießen kann. Einfach wunderschön

Man kann hier ein Boot oder auch Fahrräder leihen, das wollten wir uns dann für den nächsten Tag überlegen, denn für uns stand sehr schnell fest, dass wir hier für zwei Tage stehen wollen.

Mike hat uns leckeres Hühnchen in Teriaki-Sauce gegrillt, dazu gab es einen Kartoffelsalat (ohne Mayo bzw. Sauce) sondern mit ganz viel frischem Gemüse und Schafskäse und ein wenig Krautsalat… alles fertig und super lecker im ICA erstanden.

24. Juni 2021

Ja, ich bin in Verzug, aber die letzen Tage war das Handynetz so lahm, ich hätte wohl nicht einmal ein Foto hochladen können…

Also, wir standen ja an dem wunderschönen Fluss an der Wildernisroute. Mit uns stand dort ein älteres Ehepaar aus Heide mit einem Wohnwagen. Ich hab mich schon gefragt, wo sich die wohl waschen. An diesem Morgen durfte ich miterleben, wie sich der Mann (ein älterer Herr) mit dem Wasser aus dem Fluss an der Anhängerkupplung gewaschen hat, ich war schon ein wenig froh, dass er nur oben ohne war 😂.

Das Kassetten-WC ist dann noch kurzerhand in der Botanik entleert worden, an dem Stellplatz gab es weder ein WC noch eine Möglichkeit, Müll zu entsorgen. Den Müll müssen die beiden wohl mitgenommen haben, denn als sie losfuhren, lag dort nichts herum… solche Menschen schaffen es irgendwann, dass das „Frei stehen“ verboten wird.

Wie dem auch sei, auch wir fuhren los auf der Wildernisroute und hatten uns als erstes Ziel gesetzt, zu einem Wasserfall zu wandern. Angekommen an dem Parkplatz mussten wir feststellen, dass die zu wandernde Strecke einfach zu anstrengend für uns wäre… Hahaha, wir mussten lediglich aus dem Womo aussteigen und ca. 20 Meter zum Wasserfall gehen 😂😂😂

Der Wasserfall war toll, Mike hat kurz unsere Skye in den Himmel geschickt, es war aber sehr windig, deshalb hat er sie nicht lange fliegen lassen.

Also gut, dann wandern wir halt an dem nächsten Stop. Der war geplant am Stekenjokk-Plateau, 876 Meter über dem Meeresspiegel. Dort ist man schon sehr nah an der norwegischen Grenze und kann vielleicht sogar Rentiere sehen. Auf dem Plateau angekommen, haben wir das Womo geparkt, in Ruhe einen Kaffee getrunken und uns dann umgesehen. In der Zeit zwischen Juni und Juli darf man dort nur auf wenigen ausgeschilderten Wegen gehen, in der besagten Zeit ist Vogelbrutzeit. Also wieder keine lange Wanderung, aber tolles Wetter, mittelkalte Temperaturen und einen wahnsinnig tollen Ausblick

Das sollen schon Berge in Norwegen sein

Es war irgendwie noch zu früh (14 h), um dort stehen zu bleiben und ganz ehrlich, mir war es da auch zu kalt 😂 und wir wollten ja auch noch wandern. Also verließen wir den Parkplatz auf dem Plateau und fuhren nichtsahnend die Straße entlang und entdeckten diese tollen Tiere

Das Tier hat kurz nach dem Foto erstmal seine Notdurft verrichtet 😂

Die Rentiere standen und lagen einfach so links und rechts neben der Straße und waren auch eher unbeeindruckt, dass wir hielten, um Fotos zu machen. Ich bin ja schon vollkommen aus dem Häuschen, wenn ich in Deutschland mal ein Reh in freier Natur sehe, das hingegen war wirklich absolut der Hammer.

Wir fuhren die Wildernisroute weiter und kamen an einem Fluss an, direkt dahinter war ein kleiner Parkplatz mit einem Hinweisschild zur Korallengrotte. Mmmhhh, das hörte sich interessant an und was soll ich sagen, man erreicht diese Grotte (mit der Form einer Koralle) nach einer Wanderung von ca. 4 km. Hurrraaa, ab in die Wanderschuhe, ordentlich mit Autan eingesprüht und ab ging die Wanderung.

Wir kamen ziemlich schnell an einem Fluss vorbei

dann ging es auf zuerst zwei Holzbohlen durch eher morastiges Gebiet, dann irgendwann wurde aus den zwei Holzbohlen ein Holzbrett.

Die Bretter war teilweise schon etwas angerottet, umso gefährlicher war unser Weg über den reißenden Fluss…

Ok, klar hab ich ein wenig übertrieben… aber das Holz war an der Stelle wirklich morsch, wir haben es aber trockenen Fußes über das Rinnsal geschafft. Weiter des Weges… wir kamen noch an einem Bach vorbei, dann ging es schon ein wenig bergauf und es wurde uns warm ums Herz oder eher warm unter der Jacke 😂. Dann nach vier wirklich langen, anstrengenden und abenteuerlichen Kilometern erreichten wir unser Ziel. Die Korallengrotte lag vor uns…

Mike wollte die Grotte kurz erkunden und ging die Holztreppe hinunter

Da er keine Gummistiefel anhatte, entschied er auf den letzten Stufen, lieber nicht in den Matsch zu steigen, er sagte aber, dass sich die Umgebungstemperatur auf den Stufen hinab auch deutlich nach unten angepasst habe. Man kann wohl geführte Touren durch die Grotte buchen, das muss allerdings vorab erfolgen, da sitzt ja nicht den lieben langen Tag jemand und wartet drauf, dass Touristen kommen und spontan so eine Tour antreten… ich überlege gerade, ob man dann in bar zahlen müsste oder ob der- oder diejenige ein Kartenlesegerät dabei hätte… nicht so wichtig, denn es war da außer uns niemand. Also setzen wir uns kurzerhand an den dort aufgestellten Picknickplatz, tranken Wasser, ich kaute auf einem trockenen Energy-Riegel und Mike versuchte sich an trocken eingelegtem Wagyu-Fleisch (bei Lidl in Deutschland gekauft..). Das Fleisch war so „lala“, nicht unbedingt als lecker zu bezeichnen… fand ich jedenfalls, wenngleich mein Energy-Riegel auch nicht der riesige Gaumenschmaus war – der Hunger oder Appetit trieb es rein.

Dann machten wir uns auf den Rückweg, der ganz klar viel schneller zu bewältigen war, als der Hinweg. Wenngleich ich als „tapsy Turtle“ auch hier ganz fürchterlich aufpassen musste, um nicht neben die Holzbohlen zu treten. Auch ich habe den Rückweg trockenen Fußes hinter mich gebracht, wir bestiegen das Womo und fuhren die Wildernisroute weiter entlang. Es dauerte nicht lange, da fanden wir einen kleinen Platz für unser Womo direkt an einem See, dort stand mit uns ein Camper mit Hamburger Kennzeichen. Die beiden Frauen schauten allerdings nicht so fürchterlich freundlich drein, also blieb es bei einem Moin zur Begrüßung. Mike baute draußen den Grill auf und ich deckte drinnen den Tisch, als ich Mike ganz aufgeregt rufen hörte. Ich war leider nicht schnell genug, denn er wurde Zeuge, die eine Elch-Familie ein Stück entfernt aus dem See stieg und im Wald verschwand. Leider lag sein Handy im Womo, deshalb gibt es von diesem Spektakel leider keine Fotos…

Hier ein paar Fotos vom Stellplatz und von der Aussicht an dem Abend

Ein genialer Tag mit tollen Ereignissen ging bei strahlendem Sonnenschein und der einen oder anderen Runde Tridom zu Ende.

15. Juni 2021

Es hat die ganze Nacht geregnet… nun gut, nicht so tolles Wetter hatten sie angesagt, deshalb war unser Plan für heute, direkt nach dem Frühstück in Robertsfors in Richtung Polarkreis zu starten. Gesagt, getan… und auf dem Weg wollten wir mal die Blitzer auf unserer Strecke zählen. Bei Kilometer 42 an Strecke waren es 12 Blitzer… vielleicht werden durch die Gelder die gefühlt hunderttausend Kilometer Zaun an den Straßen finanziert 😂

Es sollten heute nur ca. 210 km an Strecke sein, Mike hatte einen wunderschön gelegenen Platz gefunden, der zwar kostenpflichtig sein sollte (100 Kronen = 10 Euro), aber wir wollten uns mal was gönnen 😂😂😂

Hier die Fotos vom Platz

Wirklich wunderschön auf einer Landzunge gelegen, wir standen dort auch ganz allein… nun ja, ohne weitere Menschen… wir hatten Hupi geparkt, uns einen Kaffee gekocht und ein Stück Kuchen gegönnt (es war wirklich nur ein kleines..) und wollten abwarten, bis es aufhörte zu regnen. Das tat es und ich schaute total verträumt aus dem Fenster… und erblickte Mücken so groß wie Flugsaurier… ehrlich, ich konnte bei den weiblichen Mücken die „Geweihe“ sehen… ich fragte Mike, ob er die Viecher auch sehen würde und erst kam von ihm… ja, die eine Mücke… aber als ob die den Flurfunk angestellt und sich angesprochen hatten, wurden es immer mehr. Der Himmel verdunkelte sich und … ok, ein wenig, aber ernsthaft nur ein wenig übertrieben…. Ich wollte eigentlich raus, um tolle Fotos zu machen, entschied mich aber dagegen, ich brauche mein Blut zum Überleben und teile es wirklich nicht gern. Auch Mike war nicht sicher, ob er draußen grillen wollte.. und schon war es entschieden, Geschirr weggepackt, der Motor lief und wir machten uns aus dem Staub… nichts wie weg hier und die Flugsaurier hinter uns lassen…

Was dann kam? Gefühlt hunderte von Kilometern mit Zäunen, Blitzern und tausenden von Bäumen, viele Seen und ein paar Blicke auf die See. Wir passierten den Polarkreis

und dann ganz plötzlich sahen wir etwas mit weißem Fell… und von weitem dachte ich, hey, das ist eine ausgebüxte Kuh… doch als wir uns näherten, sahen wir ein Rentier, ein weißes Rentier… wir waren nüchtern und haben ganz klar keine Drogen zu uns genommen – außer Kaffee… ein weißes Rentier direkt an der Straße in der freien Natur…

Das ist kein Suchbild, das Rentier hat uns einfach den Allerwertesten gezeigt

Wir fuhren weiter auf dem Weg zu dem nächsten Stellplatz, die Einfahrt dazu sah ein wenig gruselig aus, ungeteert ist ja kein Problem, aber sandiger Untergrund in den Wald hinein… neeee, das war nichts für mich, also weiter zum nächsten Stellplatz… auf dem Weg dahin sahen wir das nächste Rentier, wieder direkt an der Straße, als wäre das das normalste auf der Welt… angekommen an dem Stellplatz war ich der Meinung, ich müsste etwas aus dem Kühlschrank holen und produzierte sogleich ein Flug-Ei… kennt Ihr das vielleicht??? Dieses blöde Ei fliegt einfach runter und zerlegt sich meistens (bei mir jedenfalls im Kühlschrank) nun, dieses Mal zerschellte es unter dem Kühlschrank auf dem Fußboden. Ich meine, ein Hühner-Ei ist nun wirklich nicht riesig… das Innenleben verteilt sich aber auf mindestens einem Quadratmeter… was soll das bloß???

Ok, Flug-Ei entsorgt, sauber gemacht und dann ab unter die Dusche. Danach sehr lecker gegessen (kein Ei!!!)

und dann den Abend genossen. Gut‘s Nächtle und bis morgen

Ach so, unser derzeitiger Ausblick, morgen gibt es mehr Fotos

Hier stehen noch Österreicher, die vorhin Ihr Geschirr im See abgewaschen haben… kann man machen… muss man aber echt nicht, oder?