oder die Mücken-Killerin von Jokkmokk
Ok, ich meine damit mich… falls es für irgendjemandem unverständlich sein sollte… wir sind gestern irgendwann ins Bett gekrabbelt… und damit mich diese possierlichen Tierchen nachts nicht nerven, hab ich mir einfach ein T-Shirt über das Gesicht gelegt … ich höre sie nicht, wenn sie im Anflug sind und vor allem – sie können mir nicht ins Gesicht stechen. Ja, klar hab ich Cortison-Creme dabei, ich muss aber gar nicht erst wie Quasimodo aussehen… also die T-Shirt-Variante. Ich bin mir sicher, dass das keinesfalls attraktiv aussieht, das ist mir jedoch in dieser doch Mücken-belasteten Zeit etwas egal… also, ich mitten in der Nacht mit einem fliederfarbenen T-Shirt über dem Gesicht… merke, dass es heller als sonst ist in der Alkove. Frage den Mann, was los ist und er sagt, es sei eine Mücke unterwegs im Womo…
Ahhhh, nur eine – denke ich und nehme nahezu lasziv das T-Shirt von meinem Gesicht… die Uhr zeigt 2.30 h nachts, draußen ist es taghell und meine Killerinstinkte sind geweckt. Ich schaue mich um, ohne mich einen Millimeter zu bewegen… ich will das Mistviech ja nicht verschrecken, ich will es erlegen und ganz plötzlich fokussiere ich und da, da sitzt es einfach regungslos an der Decke der Alkove… es war randvoll mit Blut von Mike oder mir und einfach so fett, dass es nicht mehr fliegen konnte… also eine fast zu einfache Beute für mich… ein Schlag, das Blut verteilte sich an dem Filzbelag der Alkove und die Jagd war vorbei. Schnell und schmerzlos hatte ich den Blutsauger erlegt. Leider freute ich mich zu früh, wenn die Viecher hatten sich zusammen gerottet und machten nun gemeinsam Jagd auf uns. Ich will ja nicht angeben, aber ich hab schon im Dschungel Venezuelas, auf Haiti und in der dominikanischen Republik Blutsauger getötet, selbst Horden davon bringen mich nicht aus der Ruhe. Nachdem ich mehr als zehn dieser gefährlichen Tiere erlegt hatte, schalteten wir das Licht aus, ich zog mein fliederfarbenes T-Shirt über mein Gesicht und schlief friedlich weiter.
