Wir sind im Regen in Jokkmokk gestartet, haben getankt und eingekauft. Im Coop haben wir ein super Schnäppchen ergattert… frischen Lachs für € 4,49 das Kilo. Sonst kostet das Kilo hier mindestens € 17,90 – nach oben keine Grenzen gesetzt… man durfte pro Haushalt zwei Lachsseiten kaufen und ganz klar haben wir das auch gemacht. Dann ging es für uns weiter… wir hatte ein Ziel vor Augen, haben es aber wieder verworfen und sind dann in Norsjö gelandet, dort gibt es einen Parkplatz an einer nicht mehr genutzten Inlands-Schwebebahn an einem See, dort standen wir dann – im Regen. Mit uns stand dort ein „Bruder“ von unserem Hupi, ein Phoenix-Womo mit deutschem Kennzeichen. Das Womo gehört einem super sympathischen Paar aus Thüringen, mit dabei waren deren zwei Hunde Bodo und Socke. Wir kamen ins Gespräch, haben uns über Reiserouten ausgetauscht. Dann haben wir unfassbar leckeren gegrillten Lachs gegessen und wollten uns danach noch ein wenig die Füße vertreten. Wir standen am See

und schauten uns die Masten der Inlands-Schwebebahn ein wenig genauer an. Die Stahlseile fehlten zwar, aber ein Stück weiter war eine Station, wo die Gondeln zwischen den zwei Seen gestoppt haben. Mike hat sich das Areal genau angeschaut, ich hab mich in das Gebäude nicht so weit reingetraut…



Hinter diesem Gebäude standen kleine Holzhütten, es wirkte wirklich so, als ob diese ganz schnell verlassen wurden (so, als ob man in der Apokalypse vor den Zombies fliehen muss), vor der einen Hütte standen noch zwei paar Skier, in der anderen Hütte konnte man durch die Fenster die noch bezogenen Betten erkennen. Das Ganze wirkte irgendwie gespenstisch… es kleines Stück weiter war eine Terrasse direkt am Wasser, auf dieser Terrasse standen drei Jaccuzies (in denen das Wasser mit Holz erhitzt wird) und daneben war eine unverschlossene Hütte, die zum Wasser des Sees offen war mit vielen gemütlichen Holzmöbeln und einer großen Feuerstelle). Alles in allem ein tolles Areal, wo bis 2018 noch alles intakt und vor allem in Betrieb war. Wir trafen das deutsche Paar (beide sind Jäger und kamen vom angeln), und Mireille erzählte uns, dass das gesamte Areal zum Verkauf stehe, die Inlands-Schwebebahn hätte eine kostspielige Reparatur bzw. Instandsetzung gebraucht und die wurde dann halt nicht durchgeführt. Auch soll es dort ein Hotel gegeben haben, alles liegt nun brach und verfällt…

Wir vier unterhielten uns und dann kam Torsten auf die Idee, ein Lagerfeuer zu machen. Die Angeln wurden zurück zum Womo gebracht und Torsten holte seine Akku-Motorsäge aus der Womo- Garage (die hat man natürlich im Urlaub dabei) und schon hatten wir Feuerholz. Schnell brannte das Lagerfeuer, die Mücken wurden vorerst fern gehalten und wir vier unterhielten uns angeregt. Zwischendurch wurden die beiden Hunde gestreichelt und die Zeit verging wie im Fluge… ich schaute irgendwann aus die Uhr und war vollkommen überrascht, denn es war kurz vor Mitternacht und immer noch taghell

Wir beschlossen, dann mal zurück zu den Womo zu gehen. Mike und ich haben noch schnell abgewaschen, dann geduscht und gegen 1 Uhr sind wir dann schlafen gegangen. Ein toller Tag ging für uns zu Ende.
