Archiv für den Monat Juni 2021

23. Juni 2021

Der Tag begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und wir entschieden uns schon vor dem Frühstück, hier noch einen Tag länger zu stehen. Nach dem Frühstück habe ich mich in die Sonne gelegt und musste feststellen, dass die Mücken hier auch tagsüber Hunger haben und mich anzapfen wollten bzw. es auch mehrfach geschafft haben und dass, obwohl ich mich standhaft gewehrt habe… was soll‘s, ich kann das nicht ändern… hab dann darüber nachgedacht, dass es ja toll wäre, wenn es einen kombinierten Sonnen- und Mückenschutz gäbe und warum da noch keiner drauf gekommen ist (Anmerkung der Redaktion: natürlich gibt es sowas schon, ich wusste es nur nicht 😂)

Mike hat Skye starten lassen und hat ein paar tolle Aufnahmen gemacht

Der linke kleine weiße Fleck, das sind wir

Dann wollte ich unbedingt baden… hab mich aber nicht so wirklich getraut, dafür hat Mike dann ein wenig gekneippt… und es war eisig kalt das Wasser, aber einen richtigen Mann bringt sowas nicht aus der Fassung

Wir genießen die Abendsonne und wünschen später gut‘s Nächtle

22. Juni 2021

Auch diesen Morgen hat uns der Regen „begleitet“. Wir haben doch etwas länger geschlafen und haben dann in aller Ruhe gefrühstückt. Von Mireille haben wir den Tipp bekommen, doch mal die „Wildernisroute“ entlang zu fahren. Hier soll man toll wandern gehen, Rentiere und Wasserfälle sehen können. Wir entschieden uns, diese Route in Vilhelmina zu starten. Also verabschiedeten wir uns von Torsten, Mireille, Bodo und Socke und machten uns auf den Weg nach Vilhelmina. Auf dem Weg klarte der Himmel auf und uns begleitete nunmehr strahlender Sonnenschein. Mehr geht nicht 😊

In Vilhelmina angekommen haben wir kurz getankt und haben dann angefangen, die Wildernisroute entlang zu fahren. Wir hatten uns schon einen Stellplatz ausgesucht, auf dem wir dann die Nacht verbringen wollten. Dort angekommen, der Platz lag direkt an einem See, parkten wir Hupi und wollten erstmal die „Mückenlage“ checken… und was soll ich sagen? Die Mücken waren mein kleinstes Problem. An der Seitenscheibe sozusagen direkt in meinem Gesicht landete eine Hornisse… eine Mutanten-Hornisse… ich hab schon so zwei oder drei Hornissen gesehen, aber ernsthaft keine von der Größe… das Viech flog davon und Mike entschied sich, draußen die Lage zu checken, als dieser Mutant direkt bei Mike auf der Fensterscheibe landete… als ob das ein eher unfreundlicher Aufruf sein sollte, schnell von dannen zu ziehen…

Wir kamen diesem Aufruf nach und fuhren davon, über eine kleine Brücke und dann … direkt hinter der Brücke war auf der anderen Straßenseite ein kleiner Platz, auf dem man auch übernachten konnte. Wir fuhren auf diesen Platz, warteten ein paar Minuten… dann kommen normalerweise die Mücken und klopfen hungrig an die Scheibe, aber nein… das Mutanten-Hornissenviech scheint uns den kurzen Weg hinterher geflogen zu sein und setzte sich demonstrativ in unserem Blickfeld auf die Windschutzscheibe…

Ok, auch diesen tollen Platz haben wir sausen lassen, mit einer oder gar mehreren Hornissen legen wir uns ganz sicher nicht an.

Wir fuhren weiter und fanden einen wunderschönen Platz an einem Fluss, hier waren fast keine Mücken und schon gar keine Hornissen. Die Sonne schien, wir haben lecker gegrillt.

Hier mal ein paar Fotos

Auch wenn es so aussieht, wir standen hier nicht allein

21. Juni 2021

Wir sind im Regen in Jokkmokk gestartet, haben getankt und eingekauft. Im Coop haben wir ein super Schnäppchen ergattert… frischen Lachs für € 4,49 das Kilo. Sonst kostet das Kilo hier mindestens € 17,90 – nach oben keine Grenzen gesetzt… man durfte pro Haushalt zwei Lachsseiten kaufen und ganz klar haben wir das auch gemacht. Dann ging es für uns weiter… wir hatte ein Ziel vor Augen, haben es aber wieder verworfen und sind dann in Norsjö gelandet, dort gibt es einen Parkplatz an einer nicht mehr genutzten Inlands-Schwebebahn an einem See, dort standen wir dann – im Regen. Mit uns stand dort ein „Bruder“ von unserem Hupi, ein Phoenix-Womo mit deutschem Kennzeichen. Das Womo gehört einem super sympathischen Paar aus Thüringen, mit dabei waren deren zwei Hunde Bodo und Socke. Wir kamen ins Gespräch, haben uns über Reiserouten ausgetauscht. Dann haben wir unfassbar leckeren gegrillten Lachs gegessen und wollten uns danach noch ein wenig die Füße vertreten. Wir standen am See

und schauten uns die Masten der Inlands-Schwebebahn ein wenig genauer an. Die Stahlseile fehlten zwar, aber ein Stück weiter war eine Station, wo die Gondeln zwischen den zwei Seen gestoppt haben. Mike hat sich das Areal genau angeschaut, ich hab mich in das Gebäude nicht so weit reingetraut…

Hier das Gebäude
Mike hat ein tolles Beil gefunden
Hier sieht man die Masten im See

Hinter diesem Gebäude standen kleine Holzhütten, es wirkte wirklich so, als ob diese ganz schnell verlassen wurden (so, als ob man in der Apokalypse vor den Zombies fliehen muss), vor der einen Hütte standen noch zwei paar Skier, in der anderen Hütte konnte man durch die Fenster die noch bezogenen Betten erkennen. Das Ganze wirkte irgendwie gespenstisch… es kleines Stück weiter war eine Terrasse direkt am Wasser, auf dieser Terrasse standen drei Jaccuzies (in denen das Wasser mit Holz erhitzt wird) und daneben war eine unverschlossene Hütte, die zum Wasser des Sees offen war mit vielen gemütlichen Holzmöbeln und einer großen Feuerstelle). Alles in allem ein tolles Areal, wo bis 2018 noch alles intakt und vor allem in Betrieb war. Wir trafen das deutsche Paar (beide sind Jäger und kamen vom angeln), und Mireille erzählte uns, dass das gesamte Areal zum Verkauf stehe, die Inlands-Schwebebahn hätte eine kostspielige Reparatur bzw. Instandsetzung gebraucht und die wurde dann halt nicht durchgeführt. Auch soll es dort ein Hotel gegeben haben, alles liegt nun brach und verfällt…

Die ehemaligen Gondeln stehen am See und verrotten…

Wir vier unterhielten uns und dann kam Torsten auf die Idee, ein Lagerfeuer zu machen. Die Angeln wurden zurück zum Womo gebracht und Torsten holte seine Akku-Motorsäge aus der Womo- Garage (die hat man natürlich im Urlaub dabei) und schon hatten wir Feuerholz. Schnell brannte das Lagerfeuer, die Mücken wurden vorerst fern gehalten und wir vier unterhielten uns angeregt. Zwischendurch wurden die beiden Hunde gestreichelt und die Zeit verging wie im Fluge… ich schaute irgendwann aus die Uhr und war vollkommen überrascht, denn es war kurz vor Mitternacht und immer noch taghell

Wir beschlossen, dann mal zurück zu den Womo zu gehen. Mike und ich haben noch schnell abgewaschen, dann geduscht und gegen 1 Uhr sind wir dann schlafen gegangen. Ein toller Tag ging für uns zu Ende.

20. Juni 2021

oder die Mücken-Killerin von Jokkmokk

Ok, ich meine damit mich… falls es für irgendjemandem unverständlich sein sollte… wir sind gestern irgendwann ins Bett gekrabbelt… und damit mich diese possierlichen Tierchen nachts nicht nerven, hab ich mir einfach ein T-Shirt über das Gesicht gelegt … ich höre sie nicht, wenn sie im Anflug sind und vor allem – sie können mir nicht ins Gesicht stechen. Ja, klar hab ich Cortison-Creme dabei, ich muss aber gar nicht erst wie Quasimodo aussehen… also die T-Shirt-Variante. Ich bin mir sicher, dass das keinesfalls attraktiv aussieht, das ist mir jedoch in dieser doch Mücken-belasteten Zeit etwas egal… also, ich mitten in der Nacht mit einem fliederfarbenen T-Shirt über dem Gesicht… merke, dass es heller als sonst ist in der Alkove. Frage den Mann, was los ist und er sagt, es sei eine Mücke unterwegs im Womo…

Ahhhh, nur eine – denke ich und nehme nahezu lasziv das T-Shirt von meinem Gesicht… die Uhr zeigt 2.30 h nachts, draußen ist es taghell und meine Killerinstinkte sind geweckt. Ich schaue mich um, ohne mich einen Millimeter zu bewegen… ich will das Mistviech ja nicht verschrecken, ich will es erlegen und ganz plötzlich fokussiere ich und da, da sitzt es einfach regungslos an der Decke der Alkove… es war randvoll mit Blut von Mike oder mir und einfach so fett, dass es nicht mehr fliegen konnte… also eine fast zu einfache Beute für mich… ein Schlag, das Blut verteilte sich an dem Filzbelag der Alkove und die Jagd war vorbei. Schnell und schmerzlos hatte ich den Blutsauger erlegt. Leider freute ich mich zu früh, wenn die Viecher hatten sich zusammen gerottet und machten nun gemeinsam Jagd auf uns. Ich will ja nicht angeben, aber ich hab schon im Dschungel Venezuelas, auf Haiti und in der dominikanischen Republik Blutsauger getötet, selbst Horden davon bringen mich nicht aus der Ruhe. Nachdem ich mehr als zehn dieser gefährlichen Tiere erlegt hatte, schalteten wir das Licht aus, ich zog mein fliederfarbenes T-Shirt über mein Gesicht und schlief friedlich weiter.

19. Juni 2021

Wir sind bei strahlendem Sonnenschein losgefahren, es sollte in das ca. 30 km entfernte Jokkmokk gehen. Doch erstaunlicherweise hat uns unsere Navigation nicht direkt auf die E45 geschickt, sondern nahezu direkt in den Muddus Nationalpark, der sozusagen neben unserem Stellplatz von gestern liegt. Mike und ich haben uns schon gewundert, dass uns unsere zauberhafte Navi auf unbefestigte Straßen schickt, haben der Geschichte jedoch zuerst vertraut. Als es dann immer weiter und weiter auf unbefestigten Straßen weitergehen sollte, hat Mike kurzerhand gewendet und wir sind erstmal raus aus dem Nationalpark…

Die Straße ansich war schon befahrbar, es war dennoch ein wenig komisch…
Wir haben nur darauf gewartet, dass uns ein Elch begegnet, der uns fragt, wo wir denn hin wollen

Also raus aus dem Nationalpark und schnell wieder auf die E45, die uns an weiteren riesigen Stauseen vorbeigeführt hat. Dann landeten wir glücklicherweise in Jokkmokk, hier haben wir uns auf einem echt großen, aber fast leeren Campingplatz eingemietet, hier bleiben wir für zwei Tage. Pool und Sauna sind inklusive, es gibt hier noch ein Restaurant und einen wunderschönen See

Einen Zeh hab ich ins Wasser gehalten, mehr hab ich mich noch nicht getraut… vielleicht morgen 😉

So leer darf es gern bleiben bis Montag

Gleich werden wir grillen und den Abend ausklingen lassen.

18. Juni 2021

Nun ja, wie fange ich an… wir verließen Nikkaluokta (den Ort, wo wir wandern waren) morgens bei Regen. Wir suchten auf dem Weg zum nächsten Stellplatz den Lebensmittelhändler unseres Vertrauens in Schweden auf (Coop), kauften dort ein paar frische Lebensmittel und Wasser (das zum trinken) und fuhren im Regen weiter. Nach zwei Anfahrten an Stellplätzen, die nicht wirklich geeignet waren, sind wir an dem dritten angekommen und sind zufrieden. Wir stehen an einem Stausee, der Regen hat Hupi von außen gereinigt und wir haben das semi-tolle Wetter genutzt, um Haus- oder eher Womo-Putz von innen zu machen.

Jetzt ist es 20.40 h und wir haben strahlenden Sonnenschein. Nach leckerem Essen haben wir noch eine Runde Quartett gespielt… und wer hat wohl gewonnen???

Es geht gleich weiter mit dem „Zocken“, wir spielen gleich noch eine Runde Tridom mit einem Gläschen Rotwein.

Hier mal ein paar Fotos vom Platz heute

Hier stehen außer uns noch zwei weitere Autos… alles richtig gemacht, oder?

Gut‘s Nächtle nachher und hasta mañana 😊

17. Juni 2021

Wir haben heute echt entspannt gefrühstückt und einfach den Vormittag damit verbracht, nichts zu tun … Urlaub halt 😉

Dann haben wir unsere Rucksäcke gepackt, unsere Wanderschuhe angezogen und sind los gestiefelt. Unser Weg heute sollte zu einem See führen, an dem es ein Restaurant und einen Rentier-Burgerladen gibt. Das hörte sich doch gut an.

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs

Dann kam eine etwas wackelige Hängebrücke, die über einen reißenden Fluss führte

Ok, es war nicht wirklich ein reißender Fluss, die Brücke wackelte aber wirklich 😳

Es waren angenehme Temperaturen um zu wandern, wir hatten Glück, denn selbst die dunkelsten Wolken haben uns nicht voll geregnet. Dann kamen wir nach knapp 6 km an dem See an …

Und was soll ich sagen, das Restaurant als auch der Burger-Laden hatten noch nicht offen 😂😂😂

Mike hat Skye (unsere Drohne) steigen lassen, wir tranken etwas Wasser (nicht aus dem See, wir hatten Trinkwasser dabei 😉) und machten uns dann wieder auf den Rückweg. Leider haben wir keine Rentiere gesehen, das hätte den Tag noch perfekter gemacht.

Wir waren unterwegs in der Natur, haben wie immer viel miteinander gequatscht, tolle Fotos geschossen und ganz klar hat mich auch die eine oder andere Mücke erwischt, das ist aber nicht so wichtig. Gleich wird lecker gegrillt und dann werden wir den Abend ausklingen lassen.

16. Juni 2021

Nur mal zur Info: es wird hier wirklich nicht dunkel nachts… Mike wollte das nochmal checken und hat das Verdunklungsrollo der Luke in der Alkove gegen 2.30 h zurück geschoben und was soll ich sagen, es war nicht nur taghell, nein, die Sonne schien – mitten in der Nacht 🙄

Gegen vier Uhr morgens hörten wir draußen ein paar Leute… wir wunderten uns schon etwas, der See, an dem wir standen, ist echt abgelegen… nun ja, wir dachten, die Jugendlichen cornern… wie sie es ja in Hamburg auch machen. Doch wir haben uns sowas von geirrt… das waren junge Schweden, die sich zum Angeln getroffen haben, einer ist dann morgens auch noch in Badehose in den See gehüpft… ja, es war sonnig, wir hatten dennoch nur 7 Grad draußen. Ich hab schon beim Zusehen Frostbeulen bekommen.

Unser Platz von gestern auf heute
Hier ein Blick auf den See

Wir sind gegen 9.45 h in Richtung Norden aufgebrochen, Mike hat einen tollen Platz gefunden, von dem aus man diverse Wanderungen machen kann.

Hier ein paar Fotos von unterwegs

Ohne Berge im Hintergrund
Da liegt Schnee
Kurz vor Ankunft am Platz
Morgen früh kommen die ganzen Wanderer, derzeit stehen wir hier fast allein
Eine Kapelle gibt es hier auch

Und auch einen Hubschrauber-Landeplatz sowie ein Restaurant (welches leider noch nicht geöffnet ist). Wir haben heute kurz die Gegend erkundet, morgen starten wir zu einer etwas längeren Wanderung.

Heute Abend gibt es Köttböllar (ich hoffe, das wird so geschrieben) und Gemüse. Euch allen einen flotten Abend