Wir haben uns doch sehr spontan entschieden, von Novi Vinodolski schon einen Tag früher nach Pag aufzubrechen. Eigentlich hatten wir dort erst ab dem 14.09.2021 einen Platz im Terra Park Phalaris für drei Tage gebucht. Also aufgestanden, alles verstaut, Mike hat für mich einen Becher schwarzes Gold gekocht… (jeder, der mich kennt, weiß, dass mein Motor erst nach mindestens einem Kaffee läuft…), den Platz bezahlt und ab in Richtung Fähre nach Pag. Am Hafen angekommen hatten wir Glück, auf der dort wartenden Fähre war noch ein Plätzchen für uns. Also schnell bezahlt und rauf auf die Fähre. Die Überfahrt dauert nicht so lange, ich konnte aber ein Foto von der anderen Fähre machen, die gerade an uns vorbei fuhr.

Auf Pag angekommen sollte uns die Navigation auf einem für die Größe unseres Womos passenden Weg zum Terra Park bringen. Warum auch immer dachte sich unsere Navi, testen wir doch einfach mal die Fähigkeiten unseres Fahrers aus… will heißen, die Navi schickte uns auf einen unbefestigten Feldweg, der freundlicherweise links und rechts mit Steinmauern, Stacheldraht und / oder blöden Dornenbüschen begrenzt war…
Erst dachten wir, ok, das passt schon, dann wurden wir beide doch etwas nervös… ich noch mehr als Mike. Und dann endete dieser idyllische Weg im Nichts. Glücklicherweise war da genug Platz zum Wenden und es ging den zauberhaften Weg zurück. Diesmal bin ich ausgestiegen und voran gegangen, um zu schauen, ob das alles so passt, es waren links und rechts vom Womo nur ca. 10 cm Platz bis zur Mauer oder dem Stacheldraht… Ich bog also ein paar Stacheldrahtbefestigungen zur Seite oder versuchte, die Dornenbüsche davon abzuhalten, unser Womo zu zerkratzen. Sagen wir es mal so, wir sind ohne größere Blessuren wieder zurück auf die Straße und dann (ohne die Hilfe unserer Navi) einfach den Hinweisschildern gefolgt und am Campingplatz angekommen.
Der von uns ab Dienstag reservierte Platz war noch nicht frei, also haben wir eine Nacht auf einem anderen Platz gestanden, das war soweit ok.
Nachdem wir angekommen waren, haben wir uns an die Beach-Bar gesetzt und ein kaltes Bier bestellt.

Man kann dort Kajaks, SUP‘s und Wasserfahrräder mieten. Nach dem Bier haben wir eine Runde vor unserem Womo gesessen, dann haben wir uns umgezogen und sind zum Strand, weil wir einfach mal die SUP‘s ausprobieren wollten. Gesagt, getan… zwei Boards ausgeliehen und raus auf das Wasser. Auf den Dingern sitzen und knien ist nicht wirklich eine Herausforderung… also dachte ich mir, was bitte kann denn daran so schwer sein, auf den Dingern zu stehen??? Mutig (wie ich eigentlich mal gar nicht bin) versuchte ich dann, aufzustehen. Ich hab es auch geschafft… für ca. 10 Sekunden, bevor ich wie ein großes dickes Walross unsanft ins Wasser fiel… das war ein Anblick für die Götter und ich bin sehr froh darüber, dass Mike weder sein Handy noch eine andere Kamera dabei hatte, um das für die Nachwelt festzuhalten… ok, Frauke hat Salzwasser in den Augen… hui, das brennt… und dennoch öffnete ich meine Augen, um vor meinem nächsten Problem zu stehen… wie bitte soll ich in tiefem Wasser wieder auf das Board kommen???
Ok, das sah bestimmt noch uneleganter (gibt es das Wort? Sonst hab ich es gerade erschaffen) als mein Sturz ins Wasser aus, das Walross (also ich) hing an dem Board und versuchte, meinen reh-artigen Körper auf dieses Ding zu hieven… nun gut, mach gefühlt 10 Minuten war ich wieder über Wasser und paddelte vorerst im Sitzen (ist nicht so schwer und nicht so wackelig). Mike hat sich auch im Stehen auf dem Ding versucht, fiel ins Wasser (das sah bestimmt eleganter aus) und war auch schneller als ich wieder auf dem Board. Ich hab noch zweimal versucht, aufzustehen, das eine Mal ging es sogar ohne Sturz ins Wasser, hab mich aber sehr schnell wieder hingekniet… ist am Anfang echt sicherer und so paddelten Mike und ich ein wenig über das türkisfarbene Wasser und gaben dann die Boards zurück. Noch während wir paddelten, fuhr ein Mann mit Hund vorn auf seinem SUP an uns vorbei… wir witzelten, dass wir auch einen Hund für die Stabilität brauchen… aber dann haben wir gesehen, dass das Board von dem Mann satt über die gesamte Länge auf dem Wasser lag und unsere sich schon bogen, während wir nur drauf gekniet haben… es liegt ganz sicher nicht an unserem Körpergewicht, sondern bestimmt daran, dass unsere Boards nicht gut genug mit Luft aufgeblasen waren…
Nach dem Duschen gab es leckeres Essen (ich hab aus den Resten vom Vorabend einen Salat gezaubert ). Es ist einfach toll, abends vor dem Womo zu sitzen, zu essen und dann irgendwann den Sternenhimmel beobachten zu können.

Frauke, mit der schönen Beschreibung konnte ich es mir bildlich vorstellen und wäre gern dabei gewesen.
This gave me a real giggle thank you
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🙂
Ihr könnt bei mir gerne Unterricht nehmen.
Geniesst noch eure gemeinsame Zeit mit ganz vielen Erlebnissen und schönen Momenten.
LG aus dem verregneten Hamburg,
Marion
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