Erstaunlicherweise fing dieser Tag ohne Sonnenschein an, wir frühstückten dennoch draußen, denn selbst ohne Sonnenschein war es warm. Für heute war ein längerer Ausflug mit unseren E-Bikes zu einer Olivenplantage geplant, dort sollen 2000 Jahre alte Olivenbäume stehen. Doch unser Wetter-Radar sollte Recht behalten, es war für heute Regen angesagt. Da wir eh am Freitag aufbrechen wollten, haben wir zuerst die Markise eingerollt. Dann wollten wir mit den Bikes los und es fing an zu regnen. Da unser Weg zur Olivenplantage auf der Straße ohne Radweg verlief, haben wir uns das lieber geklemmt. Bei Regen müssen wir nicht unbedingt mit den E-Bikes auf einer Landstraße unterwegs sein.
Nun ja, also haben wir die an und zu regenfreie Zeit für Spaziergänge genutzt, unsere Stühle, den Tisch und die Fahrräder verstaut und sind dann Abends noch in das Restaurant gegangen und haben (total kroatisch) eine super leckere Pizza gegessen.
Wieder tolles Wetter und heute haben wir unsere neuen E-Bikes ausprobiert. Also Helm auf, Turnschuhe an (das fühlte sich verdammt komisch an, unsere Füße haben sich sehr schnell an die Badelatschen gewöhnt).
Ich hab mich erstmal mit dem Bike angefreundet, Mike ist ja schon damit unterwegs gewesen.
Wir sind mit den Bikes nach Novalja und sind da ein wenig durch die Gegend gefahren. Mitte September scheint die Saison fast vorbei zu sein, viele Cafés hatten bereits geschlossen und in den ein oder zwei Hotels, an denen wir vorbei gefahren sind, war auch nichts los…
Unsere Bikes Der Helm steht mir 😂Ist echt schön
Auf dem Rückweg haben wir kurz angehalten, um was zu trinken und sind dann auf der Straße zurück. Auf Stufe 3 kann man echt entspannt mit ca. 35 km/h fahren…
Am Platz angekommen, haben wir uns kurz umgezogen und sind zum Wasser, wir wollten eigentlich baden. Wir sind dann bis zur Hüfte ins Wasser und waren vollkommen fasziniert, weil das Wasser glasklar war und plötzlich viele kleine Fische um unsere Beine herum schwammen. Und dann ganz plötzlich wurden wir vom diesen Fischen (ich vermute ja, das waren Mini-Barrakudas) angegriffen. Erst knabberten sie Mike an den Beinen und ich hab noch Witze darüber gemacht. Als die dann auch noch mich angriffen, schaute ich erschrocken in das Wasser und habe damit gerechnet, dass unser Blut ins Wasser strömen würde. Ok, etwas übertrieben 😉, es blutete nicht… und in anderen Ländern (z. B. in Thailand) gibt man für dieses Geknabbere von Fischen viel Geld aus. Mir war das dennoch ein wenig unheimlich und ich flüchtete aus dem Wasser. Mike hat sich köstlich amüsiert 👍
Abends hat Mike für uns gegrillt und ich hab einen Salat gemacht. Wir haben unter Sternenhimmel gegessen und sind dann irgendwann in die Koje.
Der Tag empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, wir haben bereits beim Frühstück ein wenig Hitze gehabt 😂😂😂
Nach dem Frühstück haben wir kurz abgewaschen und waren eine Runde spazieren. Irgendwann stach uns der Hafer und wir beschlossen, Schnorcheln zu gehen und endlich unsere neuen Schnorchel-Masken auszuprobieren. Lustig anzusehen ist bestimmt jedes Mal, wenn wir versuchen, elegant in die Taucherflossen zu kommen, ohne umzufallen. So langsam haben wir Übung darin, also Flossen an, ab ins Wasser (rückwärts bietet sich hier an) und dann haben wir unsere neuen Masken aufgesetzt. Ich bin super zufrieden, konnte gut atmen und es kam auch kein Wasser rein. Mike hatte einen leichten Wassereintritt, das kann aber an seinem Bart gelegen haben… unter Wasser sahen wir beide super toll aus
Es gibt hier gefühlt tausende von Seeigeln. Und dazu noch viele Seegurken. Ein paar Fische konnten wir auch erblicken, es waren aber insgesamt nicht so viele. Dennoch hat der Schnorchel-Gang (Tauchgang hört sich echt cooler an, wäre aber geflunkert) super viel Spaß gemacht und die neuen Masken sind echt der Hammer.
Abends haben wir uns ein wenig aufgerüscht und hier im Restaurant essen gewesen. Das Essen war super, noch toller waren allerdings zwei Pärchen am Nebentisch, die sich gegenseitig ausstechen wollten … so nach dem Motto: mein Haus, meine Yacht, mein Auto… dann irgendwann ging es um Wohnmobile und die Zuladung. Für alle Wohnmobilisten ein interessantes Thema. Das eine Pärchen fährt ein Womo mit 3,5 Tonnen und hat dann erzählt , dass sie ihn einmal in Österreich überladen erwischt haben und damit das nicht wieder passiert, fährt er nun ohne Lebensmittel und ohne Frischwasser und mit nur 20 Liter Diesel über die Grenze… (intern: lieben Gruß an Quaxi, das muss ja nicht sein 😉) das ist mal ein schlauer Plan…
Irgendwann waren wir mit dem Essen fertig und haben bezahlt. Insgesamt ein interessanter Abend, wenngleich dieses „wer hat was besser, toller oder oder oder“ am Nachbartisch mal so gar nicht meins ist. Meiner Meinung nach definiert man sich nicht über Dinge, die einem gehören, sondern dadurch, was für ein Mensch mit was für einen Charakter man ist…
Wir haben uns doch sehr spontan entschieden, von Novi Vinodolski schon einen Tag früher nach Pag aufzubrechen. Eigentlich hatten wir dort erst ab dem 14.09.2021 einen Platz im Terra Park Phalaris für drei Tage gebucht. Also aufgestanden, alles verstaut, Mike hat für mich einen Becher schwarzes Gold gekocht… (jeder, der mich kennt, weiß, dass mein Motor erst nach mindestens einem Kaffee läuft…), den Platz bezahlt und ab in Richtung Fähre nach Pag. Am Hafen angekommen hatten wir Glück, auf der dort wartenden Fähre war noch ein Plätzchen für uns. Also schnell bezahlt und rauf auf die Fähre. Die Überfahrt dauert nicht so lange, ich konnte aber ein Foto von der anderen Fähre machen, die gerade an uns vorbei fuhr.
Ich liebe die Sonne und das Meer
Auf Pag angekommen sollte uns die Navigation auf einem für die Größe unseres Womos passenden Weg zum Terra Park bringen. Warum auch immer dachte sich unsere Navi, testen wir doch einfach mal die Fähigkeiten unseres Fahrers aus… will heißen, die Navi schickte uns auf einen unbefestigten Feldweg, der freundlicherweise links und rechts mit Steinmauern, Stacheldraht und / oder blöden Dornenbüschen begrenzt war…
Erst dachten wir, ok, das passt schon, dann wurden wir beide doch etwas nervös… ich noch mehr als Mike. Und dann endete dieser idyllische Weg im Nichts. Glücklicherweise war da genug Platz zum Wenden und es ging den zauberhaften Weg zurück. Diesmal bin ich ausgestiegen und voran gegangen, um zu schauen, ob das alles so passt, es waren links und rechts vom Womo nur ca. 10 cm Platz bis zur Mauer oder dem Stacheldraht… Ich bog also ein paar Stacheldrahtbefestigungen zur Seite oder versuchte, die Dornenbüsche davon abzuhalten, unser Womo zu zerkratzen. Sagen wir es mal so, wir sind ohne größere Blessuren wieder zurück auf die Straße und dann (ohne die Hilfe unserer Navi) einfach den Hinweisschildern gefolgt und am Campingplatz angekommen.
Der von uns ab Dienstag reservierte Platz war noch nicht frei, also haben wir eine Nacht auf einem anderen Platz gestanden, das war soweit ok.
Nachdem wir angekommen waren, haben wir uns an die Beach-Bar gesetzt und ein kaltes Bier bestellt.
Die Bar war letztes Jahr noch geschlossen…
Man kann dort Kajaks, SUP‘s und Wasserfahrräder mieten. Nach dem Bier haben wir eine Runde vor unserem Womo gesessen, dann haben wir uns umgezogen und sind zum Strand, weil wir einfach mal die SUP‘s ausprobieren wollten. Gesagt, getan… zwei Boards ausgeliehen und raus auf das Wasser. Auf den Dingern sitzen und knien ist nicht wirklich eine Herausforderung… also dachte ich mir, was bitte kann denn daran so schwer sein, auf den Dingern zu stehen??? Mutig (wie ich eigentlich mal gar nicht bin) versuchte ich dann, aufzustehen. Ich hab es auch geschafft… für ca. 10 Sekunden, bevor ich wie ein großes dickes Walross unsanft ins Wasser fiel… das war ein Anblick für die Götter und ich bin sehr froh darüber, dass Mike weder sein Handy noch eine andere Kamera dabei hatte, um das für die Nachwelt festzuhalten… ok, Frauke hat Salzwasser in den Augen… hui, das brennt… und dennoch öffnete ich meine Augen, um vor meinem nächsten Problem zu stehen… wie bitte soll ich in tiefem Wasser wieder auf das Board kommen???
Ok, das sah bestimmt noch uneleganter (gibt es das Wort? Sonst hab ich es gerade erschaffen) als mein Sturz ins Wasser aus, das Walross (also ich) hing an dem Board und versuchte, meinen reh-artigen Körper auf dieses Ding zu hieven… nun gut, mach gefühlt 10 Minuten war ich wieder über Wasser und paddelte vorerst im Sitzen (ist nicht so schwer und nicht so wackelig). Mike hat sich auch im Stehen auf dem Ding versucht, fiel ins Wasser (das sah bestimmt eleganter aus) und war auch schneller als ich wieder auf dem Board. Ich hab noch zweimal versucht, aufzustehen, das eine Mal ging es sogar ohne Sturz ins Wasser, hab mich aber sehr schnell wieder hingekniet… ist am Anfang echt sicherer und so paddelten Mike und ich ein wenig über das türkisfarbene Wasser und gaben dann die Boards zurück. Noch während wir paddelten, fuhr ein Mann mit Hund vorn auf seinem SUP an uns vorbei… wir witzelten, dass wir auch einen Hund für die Stabilität brauchen… aber dann haben wir gesehen, dass das Board von dem Mann satt über die gesamte Länge auf dem Wasser lag und unsere sich schon bogen, während wir nur drauf gekniet haben… es liegt ganz sicher nicht an unserem Körpergewicht, sondern bestimmt daran, dass unsere Boards nicht gut genug mit Luft aufgeblasen waren…
Nach dem Duschen gab es leckeres Essen (ich hab aus den Resten vom Vorabend einen Salat gezaubert ). Es ist einfach toll, abends vor dem Womo zu sitzen, zu essen und dann irgendwann den Sternenhimmel beobachten zu können.
Erstaunlicherweise sind hier tagsüber noch so 28 Grad Celsius. In weiser Voraussicht hat Mike uns eine Klimaanlage bestellt, damit wir es zur Schlafenszeit kühl haben. Diese Anlage hat Mike auch aufgebaut. Getestet hatte er sie bereits zuhause und sie funktionierte einwandfrei.
Vielleicht lag es an den nun unterschiedlichen Breiten- und Längengraden… denn hier in Kroatien funktionierte sie kurz, um dann einfach nicht mehr zu kühlen… das macht Spaß 😂
Wer uns kennt, der weiß, dass Mike nicht aufgibt. Wenn sie vorher funktionierte, warum jetzt nicht?
Mike hat also das Gerät abgebaut und in chirurgischer Detailarbeit auseinander genommen… ich versuchte mich währenddessen mal wieder als Sonnenanbeterin… ich hab nachweislich von Technik keine Ahnung und wäre ihm ganz klar keine Hilfe gewesen…
Und während der OP hat der Chirurg (in diesem Falle Mike) festgestellt, dass das Kabel für den Lüfter unterbrochen war
Also hat er es abisoliert, mit einem Lötverbinder verbunden, mit einem Schrumpfschlauch isoliert und was soll ich sagen??? Operation gelungen, Patient erfolgreich wiederbelebt. Klimaanlage läuft 👍👍👍
Ich bin so stolz auf Mike, er hat mal eben unsere Klimaanlage repariert, als ob das „nichts“ wäre… hab einen tollen Ehemann, das kann ich Euch sagen oder eher schreiben.
Unser Huhn war dann im Kühlschrank aufgetaut, Mike hat es lecker mariniert und gegrillt und wir haben unser Abendessen bei Sonnenschein vor unserem Womo genossen.
Nachtrag zum Vorabend… wir waren sehr lecker essen, das Restaurant kennen wir vom letzten Jahr. Es gab deftige kroatische Küche, ich hab versucht, das mit gegrilltem Gemüse ein wenig „abzuschwächen“ 😂
Unsere Vorspeise Mike hatte Pommes dazu
Nach diesem wirklich guten Essen sind wir für unsere Verhältnisse doch sehr früh ins Bett gekrochen…
Am nächsten Morgen (11.09.2021) haben wir entspannt draußen bei strahlendem Sonnenschein gefrühstückt und hatten eigentlich den Plan, den „Ninja-Warrior-Parcours, der direkt vor unserer Nase im Wasser aufgebaut war, zu meistern. Mike ist ja eh Feuer und Flamme für sowas, ich bin ja schon maulig, wenn ich Salz-oder Chlorwasser in die Augen bekomme. Nun denn, auch ich wollte mich an dem Parcours ausprobieren und was soll ich sagen? Während wir noch frühstücken, haben die doch ernsthaft den Parcours abgebaut, in Einzelteile zugelegt und die Luft rausgelassen… das war sowas von fies, da wollte ich sozusagen mal mein „Leben“ riskieren und echt was wagen und dann??? Bauen die den Parcours ab… Pfui, das war böse…
Also haben wir den Tag eher entspannt genossen, ich hab auf Sonnenanbeterin gemacht und Mike hat vornehm im Schatten gesessen.
Um uns herum standen insgesamt vier polnische Wohnmobile, alle hatten einen 50 Kubik-Roller dabei und haben den genutzt, um zur Toilette zu fahren (zu Fuß waren es ca. 200 Meter) oder man hat den Roller genutzt, um ein paar Mal mit einer 10-Liter-Gießkanne Wasser zu holen… kann man machen, macht einen im Alter aber eher immobil als fit… muss halt jeder selber entscheiden
Abends waren wir (erstaunlicherweise) wieder essen, wir haben unser Huhn zu spät aus dem Froster geholt und es war leider nicht aufgetaut… gut, es gibt schlimmeres… also haben wir geduscht, uns aufgerüscht und ab ins Restaurant. Heute Abend gab es Käse als Vorspeise und als Hauptgang frisches Thunfischfilet gebraten
Das war Mike‘s Portion, bei mir gab es den Thunfisch mit gegrilltem Gemüse
Wieder einmal ein super leckeres Essen und ein wunderschöner Abend mit tollem Sonnenuntergang
Wir haben nach dem Essen noch vor unserem Womo gesessen und haben den Abend ausklingen lassen.
Ok, wir fangen mal von vorn an. Unser Plan war es, gestern bis nach Österreich zu fahren. Das haben wir auch geschafft. Mike und ich haben uns mit dem Fahren abgewechselt, Mike hat dann die „Nachtschicht“ übernommen. Ich hab ehrlich gesagt, zwei Stunden während der Fahrt geschlafen und dann war ich wach und echt fit – also nach null Uhr und im Auto im Dunkeln… das bin mal gar nicht ich… bin nicht sicher, ob irgendjemand meinen Körper ohne mein Wissen oder Einverständnis in der Zeit übernommen hat. Fühlte mich aber ganz normal 😂. Gegen 2 h haben wir die Maut für Österreich an einer der letzten Tankstellen in Deutschland aufgeladen und dann sind wir gegen 3.15 h nachts in Österreich auf einem Rastplatz angekommen, haben kurz geduscht, ein Gute-Nacht-Bier getrunken und sind gegen vier Uhr im Bett gewesen. Unser Wecker klingelte um 6.45 h… also hoch aus der Koje, Mike hat uns Kaffee für die Weiterfahrt gekocht, dann getankt und zwei leckere belegte Laugenbrezel erstanden und auch verhaftet und waren dann gegen 10.15 h an der slowenischen Grenze, danach kurz die Maut aufgeladen und dann weiter in Richtung Kroatien. Dort an der Grenze sind wir gegen 12.15 h gewesen. Weder an der österreichischen, noch an der slowenischen und mal schon gar nicht in der kroatischen Grenze hat man unsere Persos oder die Impfnachweise kontrolliert. Läuft echt gut in Europa… 😂
Wie dem auch sei, wir sind gegen 14 h in Novi Vinodolski angekommen und genießen nun das herrliche Wetter.
Hier ein paar Bilder vom unterwegs
Österreich am Morgen On the road Endlich das Meer sehen Unser Ausblick von unserem Platz in Novi Vinodolski