17. Juni 2022

Heute morgen hat der Wecker für uns relativ früh geklingelt. Wir wollen heute in die Olivenplantage fahren, die 17 km entfernt liegt. Also haben wir uns bei Sonnenschein vor dem Womo mit einem Frühstück gestärkt, haben uns danach dick mit Sonnencreme eingeschmiert, fahrradtaugliche Klamotten angezogen und haben uns auf unsere E-Bikes geschwungen (sorry Torsten, mit einem normalen Fahrrad hätte ich die Strecke ganz sicher nicht geschafft… Mike hat meinetwegen die E-Bikes aufgeladen und mit in den Urlaub genommen). Hatte ich schon erwähnt, dass sich der Himmel ohne eine einzige Wolke am Himmel strahlendblau präsentierte und wir gegen 11 Uhr morgens schon 28 Grad Celsius hatten ? Wie dem auch sei, Fahrradhelme und Sonnenbrille auf und los ging unser Ausflug. Da es hier mal so gar keine Fahrradwege gibt, sind wir auf der Landstraße gefahren. Das war soweit ok, die Autofahrer waren auf dem Hin- und auch auf dem Rückweg sehr human. Wir waren ja auch nicht ganz so langsam unterwegs. Und im übrigen ist auch das Fahren mit einem E-Bike anstrengend, denn treten muss man immerhin ja mit seinen eigenen Beinen…

Nach ca. 17 km kamen wir an der Olivenplantage an, haben brav den Eintritt bezahlt und sind dann zu Fuß (und irgendwann auch auf dem Bike) durch diese Plantage. Was soll ich sagen, links und rechts Olivenbäume – leider ohne leckere Oliven, aber dafür haben wir einen 2000 Jahre alten Olivenbaum anschauen dürfen. Was der wohl alles schon erlebt hat in / auf dieser doch etwas verrückten Welt…

Dieser Baum soll 2000 Jahre alt sein
Wer bitte hat denn all diese Steinmauern aufgestellt und wie lange hat man dafür wohl gebraucht ???

Ok, die Olivenplantage hat uns nicht so richtig geflasht… wir hatten Durst und irgendwie auch Hunger. Also haben wir über unsere App „Exit“ nach dem nächstgelegenen Restaurant gesucht und sind an einem Hafen gelandet. Dort haben wir uns in ein Restaurant gesetzt, was leckeres zu Essen bestellt und ganz klar ein Hopfen-Kaltgetränk.

Die gebratenen Sardinen kamen später, davon hab ich leider kein Foto gemacht – waren aber super lecker, wie der Rest auch !

Hier mal der Ausblick während des Essens

Das Wasser ist so glasklar, dass man die Fische schwimmen sehen kann und da uns verdammt warm war, haben wir auch kurz überlegt, ob wir einfach mit Klamotten (natürlich ohne Schuhe) ins Wasser springen. Die Vernunft hat gesiegt, wir haben die Rechnung bezahlt und haben uns dann auf den Rückweg zum Campingplatz gemacht.

Der Weg hin und zurück war echt hügelig, mal sind wir mit 45 kmh die Hügel heruntergesaust – aber die muss man ja auf dem Rückweg auch wieder hoch … mit sieben Prozent Steigung… und wusstet Ihr, dass die Reichweite eines Akkus bei hohen Außentemperaturen extrem schnell sinkt ? Mike’s Akku war irgendwann leer und dann ist er „halt“ nur Fahrrad gefahren – ohne Unterstützung – und mit einem 24 kg schweren Fahrrad ist das echt nicht zu unterschätzen. Mike ist glücklicherweise echt fit und hat das letzte Stück des Weges auch so hervorragend gemeistert.

Am Campingplatz angekommen, hatte ich eine Kerntemperatur von ca. 80 Grad Celsius (die Griller unter uns wissen, ich bin gar und könnte gegessen werden). Also haben wir uns verdammt schnell unsere Badeklamotten und Badeschuhe angezogen (keiner braucht direkten Kontakt zu Seeigeln) und sind direkt in das für uns kalte Wasser abgetaucht. Nach unserem Eintauchen stieg die Wassertemperatur gleich um mindestens 10 Grad… war uns aber egal, wir brauchten die Abkühlung 😉

So, nun sitze ich im Schatten und schreibe meinen Blog und Mike hat die Füße hochgelegt und schaut verträumt auf das Meer… ok, das eine oder andere Mal hat er die Augen irgendwie zu … hat er sich auch verdient, immerhin haben wir Urlaub. Heute abend gehen wir hier essen, Fotos folgen dann später – versprochen

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