Wir sind gegen 13.15 h mit Hupi und Ragnar in Richtung Kiel gestartet. Von dort soll uns die Fähre der Stena Line nach Göteborg bringen. Angekommen sind wir in Kiel um 14.30 h und konnten von der Straße schon unsere Fähre erblicken

Wir hielten am Schwedenkai und haben dort darauf gewartet, an Bord fahren zu können. Als erstes werden die LKW’s verschifft, dann kommen die Autos und Motorräder dran und danach die Womo’s. Also warteten wir geduldig. Wir hatten für die Hin- und Rückfahrt eine Außenkabine gebucht. Wir hatten jedoch darüber gesprochen, dass wir – so wie auch bei der letzten Hinreise – einfach versuchen, ein Upgrade zu bekommen (natürlich bezahlen wir dafür). Ich hab Mike sogar angeboten, dass – wenn wir auf der Fähre sind – er schon einmal zur Rezeption laufen kann und ich dann mit dem Rucksack und der Kühltasche in Ruhe hinterher gehe. Ich hatte Schiss, dass uns jemand eine tolle Kabine wegschnappen könnte. Mike sagte nur, dass wir zusammen hingehen und unser Glück versuchen. Dann gab er mir irgendwann die Reiseunterlagen in die Hand. Ich schaute drauf und fand nicht wirklich etwas spannendes bis ich erblickte, dass für uns Frühstück gebucht war. Das ist bei den „normalen“ Kabinen nicht automatisch dabei. Da ich ja manchmal etwas schwer von Begriff bin (ich sage nur: Heiratsantrag…) hat es so die eine oder andere Sekunde oder auch Minute gedauert, bis ich geschnallt habe, dass er für die Hin- als auch für die Rückreise eine Panorama-Kabine im 11. Stock gebucht hatte. So eine wollten wir mit dem Upgrade ergattern. Wenn ich also keine Ohren gehabt hätte, hätte ich sicherlich im Kreis gegrinst. Ich hab – im Sitzen – einen Freudentanz aufgeführt, weil ich die Idee so grandios fand und er mir damals beim Buchen gesagt hat, dass man eine solche Kabine im Voraus gar nicht buchen könne. Nun ja, da hat der Mann mich so richtig getunnelt 😉


Zur Begrüßung gab es ein Glas Prosecco, ich hab mir meins natürlich mit Ragnar geteilt

Als wir in Kiel ankamen und gewartet haben, auf die Fähre zu fahren, war es bewölkt und hat geregnet. Dann, als ob der Wettergott uns einen Gefallen tun wollte, klarte es auf und nach dem Genuss des Proseccos gingen wir an Deck, um die Ausfahrt aus dem Hafen zu beobachten. Die Sonne schien, als wir ablegten.

Dann sind wir in den Duty Free, haben ein wenig von dem leckeren schwedischen Bier gekauft und sind zurück zu unserer Kabine. Dort haben wir super leckere Bowls (mit Avocado, Gurke, Paprika, Edamame, Huhn, Mango und Reis) verspeist, die Mike zuvor bei Edeka erstanden hatte. Nach dem Essen ging es für mich unter die Dusche und Mike hat sich an Deck noch ein wenig die Füße verteten. Dann kam er zurück, ging duschen und dann waren wir auch relativ schnell im Land der Träume.
Im übrigen ist Corona vorbei – falls es jemand noch nicht weiß. Mike und ich waren an Bord die einzigen, die eine Maske getragen haben. Da für uns der Urlaub aber erst anfängt und wir nicht so fürchterlich viel Lust haben, uns auf der Hinfahrt schon anzustecken, haben wir das mit der Maske auch durchgezogen. Es war uns relativ egal, dass wir angeschaut wurden, als wären wir Außerirdische.
