24. September 2022

Als wir gestern so durch das Weihnachtsmanndorf spazierten, kamen wir an zwei Hotels vorbei, die Glasiglus als auch Zimmer in Haupthäusern anbieten. Das eine (mit den unfassbar genialen Iglus und jeweils einem Jacuzzi vor der Tür) hatte geschlossen, das andere hatte nur kleine – eher unscheinbare – Iglus und dort sollte eine Nacht in einem Iglu schlappe EUR 465,- kosten… Auf der Karte des Weihnachtsmanndorfes sind auf der einen Seite alle Sehenswürdigkeiten (Rentiere streicheln, der kleine Zoo, die Huskie-Farm, alle Klamottenläden etc.) verzeichnet und auf der Rückseite sind Points of Interest in der näheren Umgebung aufgelistet. Unter anderem das Arctic Snow Hotel mit Glas-Iglus. Mike’s Interesse war geweckt und er hat uns dort kurzerhand für die Nacht vom 24. auf den 25. September 2022 einen Glas-Iglu inklusive Frühstück gebucht. Unfassbar genial, ich hab mich riesig gefreut, ich wollte schon immer einmal in einem solchen Iglu übernachten. Gesagt, getan. Also haben wir gefrühstückt und sind dann entspannt ca. 35 Kilometer gefahren, um zu dem Hotel zu kommen. Dieses liegt an einem wunderschönen See und im Winter, wenn Schnee liegt, gibt es dort Eis-Iglus zum Übernachten, ein Eis-Restaurant und eine Eis-Bar. Das muss echt der Hammer sein, wenngleich der Schnee und ich bekanntlich ja mal gar keine Freunde sind.

Wir haben also Hupi geparkt, haben eingecheckt und gingen dann sehr gespannt zu unserem Iglu.

so sehen die von außen aus
und so von innen, die geöffnete Tür geht zum Bad.

Die Eingangstür zum Iglu ist jedoch eher für sehr kleine Menschen gedacht, Mike und auch ich haben uns mehr als nur einmal den Kopf gestoßen.

Es gibt hier auch eine allgemeine Sauna, die war aufgrund der eher seichten Buchungslage des Hotels nicht geöffnet. Man kann dort aber auch eine private Sauna inklusive privatem Jacuzzi mit Blick auf den See buchen. Die waren aber am Nachmittag schon ausgebucht und wir wollten abends dort in dem Restaurant „Kota“ gern in Ruhe essen. Also leider keine Sauna ;-(

hier die privaten Saunen und Jacuzzis
der Blick auf den See
Mike und Frauke beim Erkunden der Landschaft

Abends ging es für uns in das Restaurant, es gab dort ein 3-Gänge-Menü

Caesar-Salat mit geräuchertem Lachs
gedünstetes Rentier auf Kartoffelpürree

und zum Abschluss Blaubeer-Kuchen

Kugelrund gefuttert ging es für uns zurück zum Iglu – vorbei an einem riesigen leuchtenden Elch

da wirke ich doch echt klein, oder ?

Angekommen im Iglu aktivierten wir den Aurora-Alarm, das bedeutet, es kommt ein akkustisches Signal, wenn die Polarlichter zu sehen sein sollten. Wir löschten alle Lichter, krochen ins Bett und beobachteten den Sternenhimmel. Irgendwann überkam uns dann doch die Müdigkeit und in dem Bewusstsein, dass wir ja geweckt würden, wenn Polarlichter am Himmel zu sehen sind, schlummerten wir in das Land der Träume. Nun ja, auch in dieser Nacht haten wir leider kein Glück in Bezug auf die Polarlichter. Aber gegen vier Uhr nachts wachten wir auf und durften den wohl „sternenüberfülltesten“ Himmel bewundern, den wir jemals gesehen haben. Egal, in welche Richtung man schaute, es funkelten und blitzten überall Millionen von Sternen. Das war ein unbeschreiblicher Anblick.

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