27. September 2022

Es ist ja nicht so, dass Frauen doch ihre Meinung ändern können… für den heutigen Tag hatte ich einen Stellplatz am Meer (ja, ich weiß ;-)) rausgesucht, man sollte dort auf den bottnischen Meerbusen schauen können. Also machten wir uns auf den Weg – doch leider haben wir uns irgendwie verzettelt – wir hielten zwischendurch für eine Kaffeepause, dann kamen wir noch in Strömsund an einem großen Platz vorbei, wo diverse Geschäfte gab. Also schnell Hupi geparkt, noch Essen eingekauft, im System Bolaget reingeschaut und uns die Preise für alkoholische Getränke mit über 3,5 % Prozent Alkoholgehalt angeschaut (hier in Schweden in den Supermärkten kann man nur alkoholreduzierte Getränke bis 3,5 % Alkoholgehalt oder halt alkoholfreie Getränke kaufen). Die Preise im System Bolaget sind doch eher gepfeffert… für 0,5 Liter einheimischen Aquavit zahlt man schlanke 35,- Euro. Also ging es für uns weiter in Richtung des ausgewählten Stellplatzes. Dann fing es an zu regnen. Das war nicht so dramatisch, solange wir auf der Autobahn (E 4) unterwegs waren, doch dann wurde es dunkel und wir mussten laut Navi von der Autobahn runter und ca. 35 Kilometer auf „normalen Straßen“ weiter. Dort gibt es KEINE Straßenbeleuchtung und die Scheinwerfer von Hupi strahlten im Regen nicht einmal 10 Meter voraus. Der Regen wurde schlimmer und die Straße immer einsamer. Es waren nur noch ein paar Häuser zu sehen. Mike fuhr extrem sicher, ich klebte gefühlt an der Windschutzscheibe, weil ich das Gefühl hatte, von dort ein Rentier oder was auch immer auf der Straße auftauchen könnte besser sehen zu können. Wir hatten ja beschlossen, hier in Schweden keinesfalls im Dunkeln zu fahren. Das hat schon mal nicht wirklich geklappt. Die Navi leitete uns sicher und richtig an unser Ziel – und dort angekommen, mussten wir feststellen, dass der Platz voll war und wir dort nicht auch noch stehen konnten. Nun ja, ich hatte in der Dunkelheit noch einen Parkplatz entdeckt, an dem wir kurz vorher vorbei gefahren waren. Also zurück zu dem Parkplatz, der jedoch so uneben und durch den Regen so unterspült war, dass wir dort auch nicht stehen konnten und wollten. Also den ganzen Weg zurück zur E 4, mir war schon ganz schlecht. Egal, wir mussten ja irgendwo einen Platz zum Schlafen finden. Auf dem Rückweg sah ich dann ein Schild für einen Womo-Stellplatz und den haben wir dann auch für eine Nacht genommen. Er ist nicht unbedingt schön gelegen, war für uns aber doch einfach die Rettung. Hier ein Bild vom nächsten Morgen, als es trocken und HELL war.

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