Wir sind morgens erstaunlicherweise mal ohne Wecker aufgestanden. Am Abend zuvor hatten wir uns für den heutigen Tag einen Stellplatz rausgesucht, der mitten in einem Naturschutzgebiet im Wald an einem Fluss liegt, dort soll man super wandern gehen können. Und da die Mücken hier im September schon in den Winterschlaf (oder auch einfach über die Regenbogenbrücke) gegangen sind, ist ein Platz im Wald kein Problem.
Also haben wir in Ruhe gefrühstückt und dann wurde die Navi programmiert. Die eine von beiden. Soweit alles ok, wir sind gestartet und fuhren zurück zur Autobahn (die Strecke auf der schmalen Straße kam uns gestern bei Regen und im Dunkeln so unendlich lang vor – war sie aber irgendwie gar nicht). So 50 km vor unserem Ziel haben wir noch einmal getankt und sind dann weiter. Wie schon gesagt, unser angepeiltes Ziel liegt in einem Wald. Ca. 5 km vor unserem Ziel waren wir auf dem Lande zwischen Feldern und weit entfernten Gehöften… wir sahen Rinder und Schafe, aber von einem Wald mal so gar keine Spur. Ok, der Weg, den uns die Navi entlang schicken wollte, wurde auch verdammt schmal – asphaltiert war hier eh schon lange nichts mehr und dann dachten wir uns einfach, wir beenden mal die Route und starten sie lieber neu. Ja, leichter gedacht, als getan, wir hatten hier auf dem Land mal so gar kein Funknetz… also wenden und hoffen, den richtigen Weg zurück zu fahren, bis wir ein Funknetz haben und die Navi neu starten können. Das hat dann geklappt und unsere Navi hat sich (nach dem Tanken) schlank aufgehängt und uns in die absolute Pampa geschickt…. ok, Platz neu angepeilt und los ging es. Die Wege zum Wald waren soweit ok, wenn ich nicht beim zweiten Starten der Route die etwas kürzere angewählt hätte. Erst kamen wir durch einen malerischen Ort mit doch schon schmalen Straßen



Soweit so gut. Dann ging es für uns durch einen Wald, die Straße war sehr schmal, super ausgefahren und bestand aus Sand und riesigen Schlaglöchern. Ich wurde mal wieder ganz nervös und hoffte inständig, dass uns hier bitte niemand – nicht einmal ein Fahrrad entgegen kommen möge, das hätte bei weitem nicht gepasst. Doch wir hatten Glück, nach ca. 4 Kilmetern auf dieser zauberhaften Straße ging es zurück auf eine asphaltierte Straße… Mike war darüber auch eher glücklich

Dann kamen wir in dem Naturschutzgebiet an und der so malerisch fotografierte Stellplatz sah ein wenig anders aus… die Hälfte des Platzes war von einem Bagger umgegraben worden, auf der anderen Hälfte standen große Müllcontainer und zudem war die Fläche so aufgeweicht, dass wir uns da sicherlich festgefahren hätten, sofern der Platz denn schön gewesen wäre. Also Plan B… theoretisch… denn auch hier hatten wir kein Funknetz, um über Park4Night einen neuen Platz rauszusuchen. Ok, zurück in die Zivilisation, Netz finden, neuen Platz finden und los…
Der Platz, den ich ausgesucht hatte, hörte sich von der Beschreibung her super an und sollte an einem See liegen. Dort angekommen waren wir sowas von begeistert, hier stellten wir uns hin und sogleich war beschlossen, dass wir hier nicht nur eine Nacht, sondern zwei verbringen.




Hundemüde fielen wir dann kurze Zeit danach in die Koje und in den wohlverdienten Schlaf.
