Mike und ich waren irgendwie schon vor dem Wecker wach, also raus aus der Koje, Mike kochte uns Kaffee und ich kontrollierte noch einmal alle Fenster, Luken und Staufächer. Dann hat Mike den Motor angeschmissen und wir fuhren zum Ausgang des Campingplatzes. Bezahlt hatten wir bereits am Abend davor, weil der Check-in oder Check-out erst ab 8 Uhr besetzt war. Wir waren somit gegen 6.30 Uhr auf dem Weg zur Fähre, die uns zum Festland bringen sollte. Gesagt, getan. Am Festland angekommen machten wir uns auf den Weg zur slowenischen Grenze. Da wir den größten Teil im Landesinneren auf der Autobahn zurück legten, kamen wir relativ zügig an der Grenze zu Slowenien an und überquerten diese. Mike fand an in einem Ort eine SB-Waschstation für LKW‘s und hat dort spontan unseren Hupi von Staub, Schmutz und toten Insekten befreit. Dann ging es weiter in Richtung Österreich. Wir hielten kurz vor der Autobahn in Slowenien, um die dortige Maut aufzuladen und dann ging es auch schon weiter in Richtung Karawankentunnel. Unser Ziel für heute war Laas und dort ein Bauernhof mit Gasthof. Dort angekommen begrüße uns ein anderer Womo-Fahrer mit den Worten:“ Ihr könnt Euch da hinstellen, der Bauer hat sich kurz hingelegt.“
Ja, das können wir, der Bauer steht ja auch jeden Morgen verdammt früh auf.
Wir parkten Hupi, erfreuten uns an einem Schild, auf dem stand, dass die Gastwirtschaft heute geöffnet hat (hier soll es super geniale Brot Jausen geben) und wollten gerade spazieren gehen, als uns Martin, der Bauer, begrüßte. Wir „meldeten“ uns gleich für die Brot Jause an und vertraten uns dann ein wenig die Füße.

Doch der Liebe Wettergott spielte an diesem Nachmittag nicht so ganz mit, es zogen bedrohliche dunkle Wolken auf und es donnerte in der Ferne. Gewitter und ich (in der freien Natur) sind und werden keine Freunde mehr, also gingen Mike und ich lieber zum Gasthaus zurück. Dort angekommen, entschieden wir uns sehr schnell, dass wir was essen möchten, betraten das Gasthaus gegen 16.30 Uhr und bestellten eine Jause für zwei Personen und zwei Bier vom Fass.

Was soll ich sagen, nach einer zweiten Jause und dem einen oder anderen Hopfenkaltgetränk und super tollen Gesprächen mit Martin, dem Bauern, landeten Mike und ich gegen 23.30 Uhr satt und müde in der Koje.
