Archiv des Autors: Frauke Mellies

Bernau am Chiemsee

war unser gestriger Aufenthaltsort für die Nacht. Wir sind gestern relativ früh aufgestanden, haben uns Kaffee gekocht, alles verstaut und verzurrt und haben uns auf den Heimweg gemacht. In Slowenien haben wir nochmal getankt und leckere belegte Brötchen gekauft und weiter ging unser Weg nach Österreich. Dort wollten wir eigentlich die letzte Nacht verbringen, doch als wir ankamen, regnete es in Strömen und so entschlossen wir uns, bis nach Bayern weiterzufahren. Dort fuhren wir den einen oder anderen Gasthof an, der zudem einen Womo-Stellplatz anbot… doch leider hatten die alle geschlossen. Durch viel Glück haben wir dann das Hotel Seiser Alm /Seiser Hof gefunden, haben dort angerufen und die hatten noch ein Plätzchen für uns und das Restaurant hatte geöffnet.

Also nichts wie hin da… einparken, einchecken und duschen und essen gehen… mit wunderbaren Blick auf den Chiemsee… was will man mehr???

Unser Ausblick
Mein Essen
Mike‘s Essen
Unser Nachtisch ☺️
Prost 🍻
Der Ausblick heute morgen 😊

Unser Besuch im Restaurant gestern

hätte ein voller Erfolg werden können… denn die Bewertungen des Restaurants am Hafen waren allesamt gut. Ich hab nur irgendwie eine klitzekleine Kleinigkeit übersehen…

Fangen wir aber mal von vorn an. Wir wollten gestern schön essen gehen und hatten zwei Restaurants zur Auswahl. In dem einen hatten wir bereits eine Kleinigkeit gegessen, als wir vergangene Woche schon einmal auf diesem Platz standen. Zudem hat uns ein sehr netter Campingplatz-Nachbar das zweite Restaurant empfohlen. Wir haben uns also aufgerüscht und machten uns auf den Weg.

Im Hafen angekommen haben wir das Restaurant schnell gefunden. Es war sehr gut gesucht, draußen war noch ein Tisch frei, den nahmen wir dann. Der Chef kam und wir bestellten schon mal die Getränke, denn ich hatte gelesen, dass der Haus-Rotwein super schmecken sollte… dazu bestellten wir eine Flasche Wasser. Zusammen mit den Getränken wurden uns dann die Menü-Karten überreicht. Auch wenn ich mich ein wenig wunderte, dass es doch viele Vorspeisen mit Fisch gab, so dachte ich mir, an einem Hafen ja durchaus nichts ungewöhnliches… dann kamen die Hauptspeisen… wieder sehr viel Fisch und Mike‘s als auch meine Begeisterung flachte ein wenig ab. Ich sagte Mike, er kann ja Fleisch bestellen, ich nehme dann Risotto oder Nudeln mit Fisch…

Mike blätterte weiter in der Karte und was soll ich sagen??? Nach dem Fisch kamen die Nachspeisen und die Getränke… nochmal einen ausdrücklichen Dank an alle, die das Restaurant bewertet haben und schlichtweg nicht erwähnt hatten, dass es ein reines Fischrestaurant sei…

Versteht mich nicht falsch, ich esse sehr gern Fisch… ich hab es nur nicht so mit den ollen Gräten…

Da wir nicht einfach gehen wollten, bestellte ich als Vorspeise Jacobsmuscheln (ja, in der Karte stand die Mehrzahl) mit Käse überbacken. Ich hätte vielleicht schon bei dem günstigen Preis stutzig werden sollen… als Hauptspeise bestellten wir die Fischplatte für zwei Personen (1 kg Fisch… hörte sich nach einer riesigen Portion an).

Es kam meine Vorspeise… eine einzige Jacobsmuschel… aber die war wirklich super lecker…

Dann kam der Fisch. Die Platte sah toll aus, lediglich die Mini-Langusten und der Tintenfisch waren ohne jegliche Gräten… der Rest musste also von uns seziert werden 😂😂😂

Als ich die gefühlt hundertste Gräte im Mund hatte, sank meine Laune ein wenig… es hat wirklich alles super geschmeckt, aber ich weiß schon, warum ich ein Fan von Fischfilet bin 👍

Die Katzen vor Ort haben uns wohl schon an der Nase angesehen, dass da was für die Fellknäuel abfällt… so war es auch, wir haben sozusagen fast brüderlich geteilt … ok, jetzt mal ehrlich… Nein, haben wir nicht. Die Katzen haben ein paar Reste des Fisches bekommen und waren davon so angetan, dass eine sogar schon neben mir auf der Bank Platz genommen hatte.

Alles in allem war es ein gutes Essen, wir sind nur nicht so fürchterlich satt geworden. Also sind wir kurzerhand auf dem Rückweg noch bei dem anderen Restaurant eingekehrt und haben uns dort noch eine kleine Vorspeisenplatte geteilt und durften einen sensationellen Sonnenuntergang beobachten.

Hier unsere Fischplatte
Unser Ausblick im zweiten Restaurant
Der Sonnenuntergang gestern

Alles in allem ein unglaublich genialer und toller Abend

Kurzer Besuch der Insel Krk

Nun ja, eigentlich sollte es ein längerer Besuch auf der Insel sein. Wir machten uns also gestern auf den Weg, weil wir einen Campingplatz gefunden hatten, der gute Bewertungen hat und riesig ist. Da wir bis jetzt keine überfüllten Campingplätze gesehen hatten, gingen wir davon aus, dass auch dieser Platz eher leer ist. Dort angekommen, wurden wir jedoch eines besseren belehrt. Der Platz war proppenvoll. Wir gingen dennoch zur Rezeption und ließen uns freie Stellplätze aufgeben und erkundeten den Platz. Dort haben wir jedoch relativ schnell entschieden, dass uns der Platz nicht gefällt… die Camper standen dicht an dicht und der Preis für eine Nacht für einen Camper plus zwei Personen in der Silber-Kategorie (dies ist die „schlechteste“ Kategorie, die angeboten wird) beträgt dann immer noch schlanke 50 Euro… wir wollten dann doch gern ein wenig Ruhe – und das auch gern für weniger Geld…

Also haben wir uns sehr spontan entschieden, wieder auf das Festland und ein Stückchen zurück nach Novi Vinodolski zu dem uns bekannten Stellplatz Klenovica zu fahren.

Hier haben wir Ruhe, ein tolles Meer vor der Tür (in Wurfweite… na gut, nicht bei meinem Wurfkünsten) also eine Minute von unserem Womo entfernt und in Sichtweite, mehrere gute Restaurants in der Nähe und mit Beach-Bar (ohne Beach… aber dafür mit Beton) und einen Tretboot-Verleih.

Wir haben uns gestern also ein rotes Tretboot ausgeliehen und sind nahezu todesmutig (Mike würde jetzt sagen, ein Leben am Limit …😂) raus auf das Meer… meterhohe Wellen spielten mit unserem Tretboot … ok, nein, so war es dann eher nicht. Das Meer war ruhig, die Sonne schien und wir traten in die Pedale. Das Tretboot hat eine kleine Treppe zu einer Rutsche… die nicht für meine Körpermaße gedacht zu sein scheint. Nicht, dass ich mich getraut hätte, von dort ins Meer zu rutschen… ich wäre ohne Hilfe ja nie wieder auf das Tretboot rausgekommen… aber ich wollte mich einfach baywatch-mäßig (sexy sozusagen…😂) auf die Rutsche setzen und klemmte mit meiner dezenten Hüfte fest… immerhin konnte ich da nicht runterfallen, wenn denn eine hohe Welle das Boot getroffen hätte…

Wie dem auch sei, ich befreite mich von der Klemm-Rutsche und entschied mich, mich wieder hinzusetzen und weiter zu treten. Immerhin passte ich nahezu perfekt auf den Sitz. Was will man also mehr?

Mike hat sich getraut und ist von dem Sonnendeck ins Wasser gesprungen und hat es dank der Kraft seiner Arme auch wieder an Bord geschafft. Wie bereits erwähnt, wenn ich das gemacht hätte, hätte Mike mich einfach, hinten am Tretboot hängend zum Ufer fahren müssen. Dieses für andere bestimmt sehr amüsante Spektakel hab ich mir dann doch geklemmt…

Unser Ausblick vom Womo auf die Beach- oder eher Beton-Bar
Hier unser rotes Tretboot 😊

Etwas Gutes tun …

Ich habe mich im Übrigen entschlossen, Mückenstiche nicht mehr als ein Übel anzusehen… ich sehe es jetzt als artenerhaltende Blutspende für die Fauna in Kroatien…

Ich meine, was bringt es mir, mich darüber aufzuregen, dass ich an gefühlt allen Stellen meines Körpers (mit Ausnahme meines Gesichtes…nach derzeitigem Stand) Mückenstiche habe, die übrigens über mehrere Tage jucken???

Es bringt absolut gar nichts. Ich hoffe einfach darauf, dass unser geheimes Abkommen (dass die Mücken bitte mein Gesicht verschonen) auch weiterhin eingehalten wird. Und das nicht, weil ich fürchterlich eitel bin, sondern weil ich auf diese Stiche allergisch reagier und es nicht so toll wäre, wenn die Hälfte meines Gesichtes unwesentlich anschwillt…

Hab ich erwähnt, dass die Mücken Mike nicht so riesig attraktiv finden???

Motorradfahrer

sind ja definitiv eine ganz eigene Spezies… aber mal ehrlich, ist bei denen noch nicht angekommen, dass nach dem Leben nur der Tod kommt und dass man – nach heutigem Wissen – nur ein EINZIGES Leben hat???

Was bitte hat man davon, bei absolutem Überholverbot mit überhöhter Geschwindigkeit und noch mit Sozius hintendrauf in nicht einsehbaren Kurven riesige Wohnmobile mit einem Abstand von ca. 10 Zentimetern zu unseren Außenspiegeln zu überholen???

Merkt Ihr noch irgendwas? Ihr entscheidet mit Eurem Fahrstil nicht nur über den Fortgang Eures Lebens, sondern auch über das Leben Eures Mitfahrers…

Ich bin keine Motorradfahrerin, also wird der eine oder andere Leser vielleicht schmunzeln oder sich fragen, warum ich mich darüber ärgere… nur wenn Ihr Euch hinpackt, werden andere helfen und vielleicht um Euer Leben kämpfen, dass Ihr – weil es gerade so toll war und es doch bis jetzt immer geklappt hat – einfach leichtsinnig aufs Spiel gesetzt habt.

Sorry, da fehlt mir echt der Groschen an der Mark…

Sonnenuntergang

Hier also ein paar Fotos von dem gestrigen Sonnenuntergang

Es war einfach unbeschreiblich schön 😊

So war dann unsere gestrige Nacht mal gar nicht. Wir krabbelten gegen 23 h in unsere Alkove und schliefen nichtsahnend ein.

Dann irgendwann wurden wir davon wach, dass unser Womo gefühlt endlos wackelte und sich die geöffneten Fenster fast von alleine schlossen. Es war ein übler Sturm aufgezogen, ohne dass es regnete…

Mike hat eher pragmatisch alle Fenster und Dachluken geschlossen und schickte sich an, weiterzuschlafen…

Ich hingegen dachte ernsthaft, dass wir entweder wegfliegen oder einfach in dem Sturm umfallen würden… jede einzelne Windböe hab ich sozusagen als persönlichen Angriff gesehen und wurde immer unruhiger und wacher… immerhin stürmte es doch… und was tat der Mann??? Er schlief und hat sich wahrscheinlich noch über das Schaukeln gefreut…

Heute Morgen (wir standen noch aufrecht und waren noch auf dem gestern eingenommenen Stellplatz…) schien die Sonne, als wenn fast nichts gewesen wäre – außer, dass man mir die nicht geschlafene Nacht nur unwesentlich angesehen hat und es war noch ein wenig windig…

Nicht zu vergessen, dass wir – wie immer – gestern unsere Badelatschen vor dem Womo haben stehen lassen und ich mich heute morgen auf die Suche nach vier verschwundenen Badelatschen gemacht hab… sie waren im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“ 😂😂😂

Ich hab sie alle vier wiedergefunden… war fast wie Ostereier suchen… nur im Juni

Dennoch war der Stellplatz super schön, die Betreiber echt freundlich- nur ganz ehrlich- der Sturm hätte echt nicht sein müssen…

Glamping ade…

Wir sind heute morgen gegen 9 Uhr aufgebrochen, haben das Womo gewaschen – nein, das ist so nicht korrekt – Mike hat das Womo gewaschen, wir haben uns noch ein Shoppingcenter angeschaut und Mike hat dort eine neue Schnorchelmaske erstanden. Nun kann es sowas von losgehen mit dem Schnorcheln…

Heute war es bewölkt, jetzt kommt langsam die Sonne durch… Doch derzeit ist es sehr windig und damit wird das Schnorcheln wohl auf morgen verschoben.

Wir haben an der Küstenstraße einen kleinen und echt tollen Campingplatz gefunden, hier stehen insgesamt drei Camper bzw. Womos. Hier mal ein paar Fotos von neuen Stellplatz

Hier stehen wir nun für eine Nacht, gleich wird lecker gegrillt und vielleicht haben wir ja das Glück und sehen einen tollen Sonnenuntergang

Hochzeitstag 🥂

Unser Hochzeitstag fing gestern mit einem entspannten Frühstück unter freiem Himmel an

Mit einem ganz besonderen Sekt

Wir wollten dann ja die Partie Minigolf vom Vortag nachholen, doch der Wettergott hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es zog ein Gewitter auf und dann hat es auch immer wieder bis ca. 17 h geregnet. Minigolf ade…

Nun gut, wir hatten ja einen Tisch in diesem wunderschön gestalteten dalmatinischen Restaurant für 18 h bestellt. Also haben wir uns schick gemacht (ich immer im Hinterkopf, dass der Weg bei Regen mal sooooo gar nicht lustig sei…) und als ob man uns einen wundervollen Abend schenken wollte, hörte der Regen auf und die Sonne kam durch und schien den ganzen Abend.

Hier ein Teil des Gartens des Restaurants

Und nun ein paar Fotos von uns und unserem unglaublich tollen Essen

Glücklich ❤️
Unsere Vorspeise
Das leckerste Thunfischfilet, das ich je gegessen habe
Kalbskarree – auch verdammt lecker

Wir sind nach dem super Essen noch kurz in das Hotel eingekehrt, welches auf dem Heimweg lag und haben uns dort noch ein Gläschen Rosé-Wein gegönnt.

Es war eine sternenklare Nacht und ich hab sogar den großen Wagen am Himmel erkennen können.

Alles in allem ein wunderschöner Hochzeitstag.