Archiv der Kategorie: Hupi on the Road 2020

23. und 24.09.2020

Es hat uns zwei Tage an ein und denselben Ort verschlagen… unfassbar, aber wahr 😉

Wir standen beim Landgasthof Engel in Gutach mit Blick auf grüne Wiesen, Ziegen und Kühe.

Direkt nebenan ist ein Minigolfplatz, auf einigen der Bahnen kann / muss man mit einem Fußball spielen.. sieht echt lustig aus. Eigentlich wollten wir das mal ausprobieren, doch meine Hüften sind nicht wirklich ausgelegt für spontane Wanderungen, die 15 km lang sind… ich weiß, ich bin schon alt, dennoch musste ich ein wenig meine Wunden lecken 😂

Also haben wir es am 23.09. eher ruhig angehen lassen, wir waren ein wenig spazieren und sind dann abends in den Gasthof eingekehrt… es gab Wildragout mit Spätzle und Preiselbeersauce… hmmmmmmm, das war mal mächtig lecker

Dazu gab es ein Ketterer-Bier… deren Slogan lautet: Ketterer sind netterer 👍

Am nächsten Morgen haben wir ganz in Ruhe gefrühstückt und haben uns dann entschieden, zu Fuß (warum hatten wir die Fahrräder dabei???) in den Park für alle Sinne zu gehen. Der sollte nur 2,5 km entfernt sein. Also, Turnschuhe an und bei strahlendem Sonnenschein ab in den Park.. wir liefen und liefen und kamen an einigen wunderschönen Häusern vorbei, an einem Pferdehof… leider waren die Pferde zu weit weg, um Schnauzen zu kraulen… 🥴 und weiter ging es.

So nach ca. 3,5 km Strecke kamen wir am Park für alle Sinne an, zahlten den Eintritt und erhielten einen Schlüssel für ein Schließfach, wo wir unsere Schuhe einschließen konnten.

Ich bin nicht mal sicher, wann ich das letzte Mal barfuß über eine Wiese gelaufen bin, aber über Steine, durch einen Wald, durch Matsch und Tannenzapfen, Rindenmulch und ähnliches… ganz sicher noch nie… der Rundgang durch den Park dauert ca. 1 Stunde und 15 Minuten, der Weg ist ca. 2 km lang.

Es war mehr als faszinierend, die unterschiedlichen Untergründe mit total unterschiedlichen Temperaturen unter den Füßen zu spüren. Zudem waren auf dem Weg noch kleine Holzhäuser, in denen man mit Entspannungsmusik und tollen Gerüchen empfangen wurde.

Alles war soweit gut, bis auf die kleinen, niedlichen Hornissen, die da ab und zu rumflogen… eine davon hatte es sich direkt an dem Anfang des Matsch-Pfades gemütlich gemacht und war eher semi-begeistert darüber, dass wir – als auch andere Besucher – da längs wollten… hui, ich hatte echt Schiss, das sind von der Größe her eher schon Flug-Dinosaurier 😳. Wie dem auch sei, wir haben es an der Türsteher-Hornisse vorbei geschafft und weiter ging es über Stock und Stein. Hier mal ein paar Fotos der unterschiedlichen Wege

Wir haben den Rundgang ohne Blessuren überstanden und auch die Zecken und Hornissen haben uns in Ruhe gelassen. Am Ende des Rundgangs konnten wir unsere Füße waschen und dann ging es bei strahlendem Sonnenschein zurück zum Womo. Geplant war, dass wir abends grillen und was soll ich sagen, wir kamen am Stellplatz an und es zog sich der Himmel schon zu… eine Stunde später hat es angefangen zu regnen und hörte auch nicht mehr auf… Also wurde aus dem Grillen ein „wir stellen das Fleisch im Womo in den Backofen / Grill“ . Es war schon irgendwann durch das Fleisch, aber lange nicht so lecker, als wenn wir es gegrillt hätten.

Die Nacht war nicht nur regnerisch, es stürmte auch und wir schliefen eher unruhig…

Nachtrag zum 22.09.2020

Hatte ich eigentlich erwähnt , dass hinter dem Parkplatz / Stellplatz für die Wanderung ein altes, etwas sehr verwahrlostes Haus steht? Ich hab Mike gefragt, ob er glaubt, dass da jemand wohnt … und er verneinte… dann, als es gestern anfing zu dämmern, kam ein Mann, er sah irgendwie aus wie ein Waldschrat oder ähnliches, mit humpelnden Schritten den Parkplatz entlang und ich beobachtete ihn naturgemäß – halt Sherlock Holmes-mäßig und was soll ich sagen, er bog zu diesem gruseligen Haus ab und verschwand dort…

Dann – ein wenig später – kam wieder ein Mensch (erst beim näher kommen, war ein Mann zu erkennen), mit einem Hackenporsche und einer Katze im Schlepptau den Parkplatz hinunter und auch dieser Mensch verschwand in dem baufälligen Haus. Mike machte sich über mich lustig, die kommen heute Nacht und wir verschwinden einfach auf unerklärliche Weise… und so ähnlich…. dann wurde es dunkel und es erklang ein komisches Geräusch… es hörte sich an wie eine Kreissäge … und meine Phantasie ging vollends mit mir durch… wer weiß, was da gesägt wird???… sind hier Menschen spurlos verschwunden???

Ich hatte echt Schiss…. irgendwann wurde es ruhig und ich kann Euch sagen, ich hab verdammt unruhig geschlafen 😳😳😳

Auf dem Foto sieht das Haus nicht ganz so gruselig aus, das war es aber

22.09.2020

Früh morgens sind wir in Albersweiler aufgebrochen, unser Ziel war Bühl im Schwarzwald. Dort haben wir einen Parkplatz gefunden, von dort aus man diverse unterschiedlich lange Wanderungen durch den Schwarzwald unternehmen kann.

Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass wir wieder (wie in Cochem) in einem absoluten Funkloch steckten. Für Mike ist das dann eher Erholung (es bimmelt nicht ständig das Handy), für mich ist es immer wieder unbegreiflich…

Wie dem auch sei, wir stärkten uns mit einem späten Frühstück und dann zogen wir unsere neuen Wanderschuhe an, packten Wasser und Skye (unsere Drohne) ein und dann wanderten wir mal drauf los. An den Wanderstrecken waren auch kleine Gasthöfe – unser Plan war es, ein wenig zu wandern und dann was leckeres Schwarzwald-Typisches zu snacken und vielleicht noch ein frisch gezapftes Bier zu trinken. Nach dem ersten Kilometer kam das erste Gasthaus und wir sagten uns, dass wir erstmal ein wenig weiter wandern und uns die Auszeit erarbeiten wollten… gesagt, getan, wir wanderten…

Seid froh, dass es zu diesem Bild keinen Ton gibt, ich hab geschnauft wie eine Dampflok 😂

Unser Etappen-Ziel war die Badener Höhe und nach einiger Anstrengung sind wir dort auch angekommen.

Der Blick vom Turm aus
Mike ist bis nach ganz oben geklettert, die letzte Wendeltreppe hab ich mir geklemmt…

Bis nach ganz oben sind es 170 Stufen… ich hab bei Stufe 148 gewartet, ich hab es nicht so mit offener Höhe und die Metall-Wendeltreppe sah auch nicht so wirklich vertrauenserweckend aus. Mike ist dort hoch und war echt begeistert von dem Ausblick

Wir haben am Turm eine kleine Pause gemacht und sind dann weiter, wir wollten dann weiter zur Schwarzentalbachsperre… also wanderten wir weiter und weiter und weiter… und jedes Mal, wenn der Weg sich gabelte, ging unser Weg bergauf – na gut, nicht wirklich jedes Mal, die Badener Höhe mit dem Turm war dort wohl der höchste Punkt.

Also, wir wanderten und wanderten und kamen irgendwann in die Nähe der Schwarzbachtalsperre… wir sahen Wasser 👍

und da es schon etwas später war, dachten wir uns, den Rückweg zum Womo anzutreten und dann zünftig in einem Gutshaus essen zu gehen.

Nach ca. 14 Kilometern kamen wir an einem zauberhaften kleinen See vorbei und fragten uns, warum wir nicht einfach andersrum gegangen sind… vielleicht wären wir einfach an dem See geblieben und hätten eine Runde gechillt???

Nach satten 15 Kilometern Wandern kamen wir wieder am Womo an. Das kleine Gasthaus auf dem Wanderweg hatte natürlich schon geschlossen. Wir suchten sehr ergebnislos ein geöffnetes Restaurant. Da oben war wirklich nichts außer dem Wald und dem Parkplatz, also hat Mike den Grill angeworfen, ich hab schnell einen mediterranen Nudelsalat gezaubert, wir haben geduscht und dann gegessen. Danach sind wir komplett kaputt und müde in die Alkove gekrochen.

Fazit der Wanderung: vielleicht war die Strecke für unsere erste Wanderung doch etwas zu lang und dennoch war die Natur unbeschreiblich schön 😊

21.09.2020

Unser Stellplatz in Albersweiler auf dem Weingut Hahn-Hof mit Blick auf die Weinberge.

Gefunden haben wir den Stellplatz über Park4night.

Unsere Skye war auch mal wieder am Himmel

Dort angekommen, haben wir uns angemeldet (und im übrigen anders als die ganzen Covid-Idioten, auch mit unseren wirklichen Daten). Der Besitzer hat uns erzählt, dass gerade Weinlese ist und wir mit ein wenig Glück (die eine Maschine für die Weinlese hatte einen Defekt und deshalb wusste niemand, wann die Ersatzmaschine ankommt) können wir bei der Ernte zusehen. Wir waren gerade bei einer Weinprobe (der Rivaner feinherb ist wirklich exquisit 😉😉😉) und kamen mit dem Winzer ins Gespräch. Er fragte uns, ob wir Interesse hätten, die (ich nenne es mal) die Fabrik anzusehen. Klar hat uns das interessiert und schon standen wir mitten im Geschehen.

In diesen riesigen Gefäßen gärt der Saft (oder ist es schon Wein ???) so vor sich hin…

Dann ging es weiter, ein Stockwerk nach oben, dort werden die gerade frisch geernteten Trauben aus dem Anhänger in eine große Trommel gesaugt, bei diesem Vorgang platzen die meisten Trauben schon auf und geben den Saft ab. Der Winzer hat mit einem Gerät den Zuckergehalt des gerade gewonnenen Saftes gemessen, er lag bei 96%. Damit schien er zufrieden zu sein. Die Trauben sind dann in einer großen Trommel, die gelöchert ist, immer wieder gedreht worden, um den Saft zu gewinnen. Dann erhielten wir die Info, dass die Erntemaschine jetzt gerade an dem Weinberg unter unserem Stellplatz zugange ist. Wir verließen den Winzer, um uns das Spektakel anzusehen.

Diese Maschine fährt mittig über die Traubenrebe und schüttelt, was das Zeug hält. Bei diesem Schütteln lösen sich die Trauben von den Stängeln und landen in einer Sammelvorrichtung. Wenn die voll ist, werden die Trauben umgeladen und dann zum Hof gefahren, um dort gepresst bzw. entsaftet zu werden. Wir haben uns riesig gefreut, das mitansehen zu dürfen und die ganzen Informationen von dem Winzer zu bekommen.

Eigentlich wollten wir dann im Gasthof essen gehen… und was soll ich sagen, der hatte Ruhetag 😂😂😂

Also kurz den Grill angeworfen, ein paar leckere Kleinigkeiten (wie Käse, Oliven, frisches Brot) bereit gestellt und dann haben wir ein super leckeres Essen mit einer Flasche Wein vom Weingut genossen.

Als krönenden Abschluss durften wir noch einen herrlichen Sonnenuntergang genießen

20.09.2020

Morgens um kurz nach acht Uhr sind wir aus Cochem aufgebrochen nach Longuich… dort hatten wir drei Stellplätze zur Auswahl… und wir sind beim Weinhof Feiten gelandet. Der Stellplatz war schon um kurz vor neun Uhr morgens fast voll … wir hatten Glück und haben dort einen Platz für eine Nacht ergattert… dort konnte man mehr oder eher weniger günstigen Wein trinken und es gab auch ein wenig Auswahl an Essen…. wir wollten aber gern was anderes als Zwiebelkuchen und Flammkuchen… also gingen wir spazieren, kehrten in der Burg ein, dort gab es total überraschenderweise Flammkuchen und nichts anderes und wir gingen weiter und weiter und weiter und gefühlt waren es schon hunderte von Kilometern und dann kam ein Dorfrestaurant in unseren Blick… wir standen brav mit unseren Schnutenpullis an und man fragte uns, ob wir reserviert hätten… es waren wenigstens drei Tische im Außenbereich frei und wir verneinten ehrlicherweise und was passierte, man schickte uns weg…

Mike und Frauke auf der Suche nach Essen mitten in Deutschland und doch so allein… unfassbar, aber wahr… dann nach weiteren zehn Minuten der Suche fanden wir ein weiteres Restaurant, welches uns auch ernsthaft noch bedienen wollte… wir konnten unser Glück kaum fassen…

Das war unsere Vorspeise… Ziegenkäse…
Mein Hauptgericht, Pute mit Süßkartoffel-Curry

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Mike‘s Hauptspeise

Das Essen war mega-lecker, wir waren echt glücklich und satt

Mike musste mal auf das Örtchen und war total begeistert, von den Fotos, die da hingen und die Beschilderungen der Pissoirs waren echt anders. Seht selbst:

Die Damen-Toiletten waren hingegen total unspektakulär…

19.09.2020 in Cochem an der Mosel

Wir sind früh aufgestanden, haben gefrühstückt und sind dann nach Cochem gefahren und haben direkt an der Mosel einen Stellplatz für unseren Hupi gefunden. Also, geparkt und auf ins Getümmel in Cochem.

Stellplatz direkt in Cochem

Wir haben ein wenig gebummelt, haben neue Mund/Nasenschutzmasken erstanden, ich hab mir ein schickes Oberteil gekauft und dann sind wir in eine unserer Lieblings-Weinschänken eingekehrt und haben super leckeren Weinkäse mit frischem, noch warmem Graubrot genossen 👍👍👍

Gleich die neue Maske ausprobieren 😊

Abends sind wir dann in unser absolutes Lieblings-Lokal in Cochem eingekehrt, haben lecker Abendbrot gegessen und super leckeren Wein getrunken.

Das war unser Tag in Cochem, es ging irgendwann bei echt angenehmen Temperaturen zurück zu Hupi entlang der Mosel

Die Burg von Cochem am Abend