Wir haben heute morgen richtig ausgeschlafen und uns entschieden, hier einfach bis zum Sonntag zu bleiben. Als ob es uns Schweden einfacher machen möchte, wieder nach Hause zu fahren, regnet es heute leider fast den ganzen Tag. Nun gut, ich hab endlich die Zeit und das Funknetz, um den Blog mit Beiträgen und Fotos zu füttern, dennoch wären wir hier gern noch eine ausgiebige Runde spazieren gegangen. Heute Abend grillt Mike uns (ja, ganz tapfer im Regen) ein leckeres Steak und dann geht es morgen ganz in Ruhe nach Göteborg.
Wenn ich es schaffe, melde ich mich morgen nochmal aus Göteborg und berichte. Macht es gut 😉
Unser Urlaub neigt sich langsam dem Ende, wir haben gefrühstückt und machten uns auf den Weg in Richtung Göteborg, von dort geht am Sonntag die Fähre nach Kiel. Auch für diesen Tag hatten wir einen tollen Platz im Wald an einem See rausgesucht. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass auch hier der Untergrund leider nicht für uns bzw. unseren Hupi geeignet war und somit ging es weiter. Glücklicherweise hatten wir bereits vorher einen anderen Platz rausgesucht, nur mit den Funknetz war es dann im Wald ein wenig problematisch. Doch raus aus dem Wald und weiter in Richtung Göteborg. Der rausgesuchte Stellplatz liegt auch wieder an einem See. Als wir ankamen, war es bewölkt, aber trocken. Also hat Mike gleich unseren Lachs verfeinert und auf den Grill geworfen. Es war zu lecker, wir haben davon gar kein Foto gemacht 😉
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir aufgestanden, haben ganz in Ruhe gefrühstückt und haben dann ein wenig den Platz erkundet. Dann hat Mike unsere Drohne „Skye“ in die Luft geschickt, die hat mal wieder sensationelle Fotos gemacht. Seht selbst
Am Nachmittag sind wir nochmal losgegangen, um die Gegend zu erkunden. Wir haben sogar Pferde gesehen, dem einen durfte ich sogar die Schnauze kraulen 😉
Als wir zurück zum Womo kamen, kam die Sonne nochmal richtig durch und ich hab noch ein paar tolle Fotos geschossen.
Abends hab ich leckeren Nudelsalat (mit Pesto, Ruccola, getrockneten Tomaten und Oliven) gemacht, Mike hat Huhn gegrillt und wir ließen den Abend mit einem leckeren Essen und danach mit einer Runde Tridom ausklingen.
Wir sind morgens erstaunlicherweise mal ohne Wecker aufgestanden. Am Abend zuvor hatten wir uns für den heutigen Tag einen Stellplatz rausgesucht, der mitten in einem Naturschutzgebiet im Wald an einem Fluss liegt, dort soll man super wandern gehen können. Und da die Mücken hier im September schon in den Winterschlaf (oder auch einfach über die Regenbogenbrücke) gegangen sind, ist ein Platz im Wald kein Problem.
Also haben wir in Ruhe gefrühstückt und dann wurde die Navi programmiert. Die eine von beiden. Soweit alles ok, wir sind gestartet und fuhren zurück zur Autobahn (die Strecke auf der schmalen Straße kam uns gestern bei Regen und im Dunkeln so unendlich lang vor – war sie aber irgendwie gar nicht). So 50 km vor unserem Ziel haben wir noch einmal getankt und sind dann weiter. Wie schon gesagt, unser angepeiltes Ziel liegt in einem Wald. Ca. 5 km vor unserem Ziel waren wir auf dem Lande zwischen Feldern und weit entfernten Gehöften… wir sahen Rinder und Schafe, aber von einem Wald mal so gar keine Spur. Ok, der Weg, den uns die Navi entlang schicken wollte, wurde auch verdammt schmal – asphaltiert war hier eh schon lange nichts mehr und dann dachten wir uns einfach, wir beenden mal die Route und starten sie lieber neu. Ja, leichter gedacht, als getan, wir hatten hier auf dem Land mal so gar kein Funknetz… also wenden und hoffen, den richtigen Weg zurück zu fahren, bis wir ein Funknetz haben und die Navi neu starten können. Das hat dann geklappt und unsere Navi hat sich (nach dem Tanken) schlank aufgehängt und uns in die absolute Pampa geschickt…. ok, Platz neu angepeilt und los ging es. Die Wege zum Wald waren soweit ok, wenn ich nicht beim zweiten Starten der Route die etwas kürzere angewählt hätte. Erst kamen wir durch einen malerischen Ort mit doch schon schmalen Straßen
Das war die doch imposante Werbung eines ansässigen Schrotthändlersund das ist eine alte Fabrik
Soweit so gut. Dann ging es für uns durch einen Wald, die Straße war sehr schmal, super ausgefahren und bestand aus Sand und riesigen Schlaglöchern. Ich wurde mal wieder ganz nervös und hoffte inständig, dass uns hier bitte niemand – nicht einmal ein Fahrrad entgegen kommen möge, das hätte bei weitem nicht gepasst. Doch wir hatten Glück, nach ca. 4 Kilmetern auf dieser zauberhaften Straße ging es zurück auf eine asphaltierte Straße… Mike war darüber auch eher glücklich
Dann kamen wir in dem Naturschutzgebiet an und der so malerisch fotografierte Stellplatz sah ein wenig anders aus… die Hälfte des Platzes war von einem Bagger umgegraben worden, auf der anderen Hälfte standen große Müllcontainer und zudem war die Fläche so aufgeweicht, dass wir uns da sicherlich festgefahren hätten, sofern der Platz denn schön gewesen wäre. Also Plan B… theoretisch… denn auch hier hatten wir kein Funknetz, um über Park4Night einen neuen Platz rauszusuchen. Ok, zurück in die Zivilisation, Netz finden, neuen Platz finden und los…
Der Platz, den ich ausgesucht hatte, hörte sich von der Beschreibung her super an und sollte an einem See liegen. Dort angekommen waren wir sowas von begeistert, hier stellten wir uns hin und sogleich war beschlossen, dass wir hier nicht nur eine Nacht, sondern zwei verbringen.
wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergangund dazu gab es eine feine Auswahl an Käse, Oliven, leckerem Brot und Dips
Hundemüde fielen wir dann kurze Zeit danach in die Koje und in den wohlverdienten Schlaf.
Es ist ja nicht so, dass Frauen doch ihre Meinung ändern können… für den heutigen Tag hatte ich einen Stellplatz am Meer (ja, ich weiß ;-)) rausgesucht, man sollte dort auf den bottnischen Meerbusen schauen können. Also machten wir uns auf den Weg – doch leider haben wir uns irgendwie verzettelt – wir hielten zwischendurch für eine Kaffeepause, dann kamen wir noch in Strömsund an einem großen Platz vorbei, wo diverse Geschäfte gab. Also schnell Hupi geparkt, noch Essen eingekauft, im System Bolaget reingeschaut und uns die Preise für alkoholische Getränke mit über 3,5 % Prozent Alkoholgehalt angeschaut (hier in Schweden in den Supermärkten kann man nur alkoholreduzierte Getränke bis 3,5 % Alkoholgehalt oder halt alkoholfreie Getränke kaufen). Die Preise im System Bolaget sind doch eher gepfeffert… für 0,5 Liter einheimischen Aquavit zahlt man schlanke 35,- Euro. Also ging es für uns weiter in Richtung des ausgewählten Stellplatzes. Dann fing es an zu regnen. Das war nicht so dramatisch, solange wir auf der Autobahn (E 4) unterwegs waren, doch dann wurde es dunkel und wir mussten laut Navi von der Autobahn runter und ca. 35 Kilometer auf „normalen Straßen“ weiter. Dort gibt es KEINE Straßenbeleuchtung und die Scheinwerfer von Hupi strahlten im Regen nicht einmal 10 Meter voraus. Der Regen wurde schlimmer und die Straße immer einsamer. Es waren nur noch ein paar Häuser zu sehen. Mike fuhr extrem sicher, ich klebte gefühlt an der Windschutzscheibe, weil ich das Gefühl hatte, von dort ein Rentier oder was auch immer auf der Straße auftauchen könnte besser sehen zu können. Wir hatten ja beschlossen, hier in Schweden keinesfalls im Dunkeln zu fahren. Das hat schon mal nicht wirklich geklappt. Die Navi leitete uns sicher und richtig an unser Ziel – und dort angekommen, mussten wir feststellen, dass der Platz voll war und wir dort nicht auch noch stehen konnten. Nun ja, ich hatte in der Dunkelheit noch einen Parkplatz entdeckt, an dem wir kurz vorher vorbei gefahren waren. Also zurück zu dem Parkplatz, der jedoch so uneben und durch den Regen so unterspült war, dass wir dort auch nicht stehen konnten und wollten. Also den ganzen Weg zurück zur E 4, mir war schon ganz schlecht. Egal, wir mussten ja irgendwo einen Platz zum Schlafen finden. Auf dem Rückweg sah ich dann ein Schild für einen Womo-Stellplatz und den haben wir dann auch für eine Nacht genommen. Er ist nicht unbedingt schön gelegen, war für uns aber doch einfach die Rettung. Hier ein Bild vom nächsten Morgen, als es trocken und HELL war.
Was soll ich sagen, ich bin nicht so der Freund von der Meeresseite, also haben wir uns nach einiger Strecke, die wir heute abgerissen haben, doch einen ruhigen Stellplatz an einem Fluss im Landesinneren gesucht. Dort waren wir ein wenig die Füße vertreten, haben geduscht, uns was zu essen gemacht (wir hatten beim Coop ein frisch gegrilltes Huhn und frischen Salat gekauft) und haben den Abend einfach ausklingen lassen.
Hier ein paar Fotos von zwischendurch und dann von unserem Stellplatz für die Nacht
Wir sind bei strahlendem Sonnenschein im Glas-Iglu aufgewacht, haben uns angezogen, die Sachen gepackt und haben diese auf dem Weg zum Frühstück gleich bei Hupi reingestellt. Der See war zu der Zeit noch nebelbehangen und was soll ich sagen… ich wollte den See nicht gleich fotografieren (was ja auch gefühlt Stunden gebraucht hätte), nein, ich wollte das einfach nach dem Frühstück erledigen. Also ging es für uns erstmal in Ruhe frühstücken und den einen oder anderen Kaffee trinken… und als wir aus dem Restaurant gingen, war der Nebel und das unfassbar schöne Motiv schon Vergangenheit – soviel zum Thema „was Du heute (gleich) kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen (bzw. auf später)… vielleicht besteht für mich noch die Chance, dass ich daraus lerne 😉
Auf dem Weg zur finnisch/schwedischen Grenze haben wir noch günstig in Finnland getankt, dort kostet ein Liter Diesel 2 Euro, in Schweden ungefähr 2,40 Euro. Also den Tank nochmal vollgehauen und ab über die Grenze. Da wir bisher in diesem Urlaub nur den Inlandsvägen (also den Inlandsweg) gefahren sind, dachten wir uns einfach, an der Küste zurück in Richtung Südschweden zu fahren.
Wir kamen dann in Schweden an einem Armee-Store vorbei, der diverse Bauten aus Holz (die sowas von nichts mit Armee am Hut haben und wirklich großartig sind) auf dem Grundstück stehen hatte. Mike hat davon ein paar Fotos gemacht.
Es ist am Meer im Gegensatz zum Landesinneren nicht so fürchterlich einfach, einen idyllischen Stellplatz zu finden. Entweder liegen die Plätze mitten in den Städten oder es sind teils wirklich riesige Campingplätze – nichts von beidem ist so unser Geschmack. Dann fanden wir irgendwo im nirgendwo einen Wohnmobilstellplatz, der direkt am Meer lag und dort stand nur ein einziges Womo. Also haben wir dort geparkt, sind in den fußläufig erreichbaren ICA-Supermarkt und haben ein paar Lebensmittel gekauft und dort auch gleich für eine Nacht auf dem Stellplatz bezahlt.
Danach sind wir noch ein wenig spazieren gegangen, der Stellplatz liegt an einem kleinen – jetzt jedoch verlassenen – Fischerdorf mit leider geschlossenem Restaurant und Fischerbuden. Hier ein paar Eindrücke
Das scheint ein Haus für sehr kleine Menschen zu seineinen kleinen Hafen gibt es da auch
Abends gab es leckere Bowls, die wir bei Coop gekauft hatten. Ein langer, aber sehr schöner Tag ging für uns zu Ende.
Als wir gestern so durch das Weihnachtsmanndorf spazierten, kamen wir an zwei Hotels vorbei, die Glasiglus als auch Zimmer in Haupthäusern anbieten. Das eine (mit den unfassbar genialen Iglus und jeweils einem Jacuzzi vor der Tür) hatte geschlossen, das andere hatte nur kleine – eher unscheinbare – Iglus und dort sollte eine Nacht in einem Iglu schlappe EUR 465,- kosten… Auf der Karte des Weihnachtsmanndorfes sind auf der einen Seite alle Sehenswürdigkeiten (Rentiere streicheln, der kleine Zoo, die Huskie-Farm, alle Klamottenläden etc.) verzeichnet und auf der Rückseite sind Points of Interest in der näheren Umgebung aufgelistet. Unter anderem das Arctic Snow Hotel mit Glas-Iglus. Mike’s Interesse war geweckt und er hat uns dort kurzerhand für die Nacht vom 24. auf den 25. September 2022 einen Glas-Iglu inklusive Frühstück gebucht. Unfassbar genial, ich hab mich riesig gefreut, ich wollte schon immer einmal in einem solchen Iglu übernachten. Gesagt, getan. Also haben wir gefrühstückt und sind dann entspannt ca. 35 Kilometer gefahren, um zu dem Hotel zu kommen. Dieses liegt an einem wunderschönen See und im Winter, wenn Schnee liegt, gibt es dort Eis-Iglus zum Übernachten, ein Eis-Restaurant und eine Eis-Bar. Das muss echt der Hammer sein, wenngleich der Schnee und ich bekanntlich ja mal gar keine Freunde sind.
Wir haben also Hupi geparkt, haben eingecheckt und gingen dann sehr gespannt zu unserem Iglu.
so sehen die von außen ausund so von innen, die geöffnete Tür geht zum Bad.
Die Eingangstür zum Iglu ist jedoch eher für sehr kleine Menschen gedacht, Mike und auch ich haben uns mehr als nur einmal den Kopf gestoßen.
Es gibt hier auch eine allgemeine Sauna, die war aufgrund der eher seichten Buchungslage des Hotels nicht geöffnet. Man kann dort aber auch eine private Sauna inklusive privatem Jacuzzi mit Blick auf den See buchen. Die waren aber am Nachmittag schon ausgebucht und wir wollten abends dort in dem Restaurant „Kota“ gern in Ruhe essen. Also leider keine Sauna ;-(
hier die privaten Saunen und Jacuzzisder Blick auf den See Mike und Frauke beim Erkunden der Landschaft
Abends ging es für uns in das Restaurant, es gab dort ein 3-Gänge-Menü
Caesar-Salat mit geräuchertem Lachsgedünstetes Rentier auf Kartoffelpürree
und zum Abschluss Blaubeer-Kuchen
Kugelrund gefuttert ging es für uns zurück zum Iglu – vorbei an einem riesigen leuchtenden Elch
da wirke ich doch echt klein, oder ?
Angekommen im Iglu aktivierten wir den Aurora-Alarm, das bedeutet, es kommt ein akkustisches Signal, wenn die Polarlichter zu sehen sein sollten. Wir löschten alle Lichter, krochen ins Bett und beobachteten den Sternenhimmel. Irgendwann überkam uns dann doch die Müdigkeit und in dem Bewusstsein, dass wir ja geweckt würden, wenn Polarlichter am Himmel zu sehen sind, schlummerten wir in das Land der Träume. Nun ja, auch in dieser Nacht haten wir leider kein Glück in Bezug auf die Polarlichter. Aber gegen vier Uhr nachts wachten wir auf und durften den wohl „sternenüberfülltesten“ Himmel bewundern, den wir jemals gesehen haben. Egal, in welche Richtung man schaute, es funkelten und blitzten überall Millionen von Sternen. Das war ein unbeschreiblicher Anblick.