Heute ging um kurz nach sieben Uhr morgens der Wecker… wir hatten noch einen längeren Weg vor uns, also hat Mike leckeren Kaffee für uns gekocht und wir machten uns ohne Frühstück auf den Weg. Dieser führte uns weiter gen Norden und dann… huch, wo sind wir denn gelandet ???
Nein, wir haben uns nicht verfahren, wir hatten uns kurzerhand gestern Abend entschieden, doch den Weihnachtsmann in Rovaniemi in Finnland zu besuchen. Die Neugierde war einfach zu groß. Schon deswegen, weil der Weihnachtsmann dort das ganze Jahr über sein soll – und wir wollten doch mal prüfen, ob das stimmt. Nun ja, dort angekommen, haben wir unser Womo geparkt und haben uns auf den Weg ins Weihnachtmanndorf gemacht. Getroffen haben wir den Weihnachtmann persönlich leider nicht, aber dafür gibt es dort allerhand Weihnachtssachen (Klamotten, Deko, Schnickschnack) zu kaufen. Und – man kann dort gegen eine sehr geringes Entgelt Rentiere füttern 😉
der war leider nur aus Plastik
Irgendwann bekamen wir ein wenig Hunger und überlegten uns, im Weihnachtsmanndorf etwas zu essen… leichter gesagt, als getan. Ein einziges Restaurant hatte geöffnet und dafür waren wir eigentlich nicht richtig gekleidet. Dann fanden wir noch eine Burger-Bude
Das war glücklicherweise nicht nur ein Drive-In, aber bei einem Burger für schlanke EUR 15,99 haben wir dann doch entschieden, zurück zum Womo zu gehen und zu grillen. Auf dem Weg zum Womo fanden wir noch eine Lounge, die noch geöffnet war (nun gut, auch nur noch 20 Minuten – die Läden schließen hier alle um 17 Uhr, nach deutscher Zeit also um 16 Uhr). Mike bestellte uns ein finnisches Bier und auch nur eins, weil wir nicht sicher waren, ob es schmeckt und diese Voraussicht war sehr gut. Mike und ich haben selten ein Bier getrunkten, was so komisch und seltsam geschmeckt hat. Dafür war es aber wirklich günstig – es hat nur knappe neun Euro gekostet.
Also ab zum Womo, gegrillt (dazu gab es frischen Salat) und danach haben wir uns noch ein wenig die Füße vertreten. Im Dunkeln sieht alles noch viel schöner aus
Den restlichen Abend haben wir damit verbracht, den Himmel vom Womo aus zu beobachten, weil die Wahrscheinlichkeit, nachts Polarlichter zu sehen, erhöht war. Also starrten wir in den Sternenhimmel, bis wir müde wurden. Leider haben wir keine Polarlichter gesehen, dafür aber eine Sternschnuppe.
Wir frühstückten bei Sonnenschein und machten uns auf den Weg nach Norsjö, dort wollten wir noch einmal das Terrain der alten Inlandsschwebebahn anschauen, die im Jahr 2018 leider aufgrund von Geldmangel stillgelegt wurde.
Wir kamen an und stellten fest, dass die alten Gondeln der Schwebebahn bereits entfernt wurden. Im letzten Jahr wurden wir gefühlt von Millionen von Mücken verfolgt, so dass wir uns nicht das ganze Areal anschauen konnten. Heute haben wir es gemacht, wir haben das Hotel gefunden, in der Halle steht noch ein Ständer mit Postkarten (konnte man vom Fenster aus sehen). Es sieht dort alles so aus, als ob die Saison demnächst wieder los geht. Das ist nur leider nicht der Fall, das Grundstück steht zum Verkauf, es scheint sich aber niemand ernsthaft dafür zu interessieren. Und dabei ist es dort sooooo schön, ruhig und wirklich einen Besuch wert. Seht selbst
Wir verließen diese „Geisterstadt“ und entschlossen uns, noch weiter in Richtung Norden zu fahren. Wir waren unterwegs und endlich sahen wir Rentiere
Die waren mal alles andere als hektisch und genossen den Ausflug auf der Straße. Wir sind danach sogar noch einem zweiten Rudel an der Straße begegnet. Ich hab gelesen, dass es nur noch in Norwegen wilde Rentiere geben soll, die Tiere in Schweden und Finnland sollen Menschen gehören. Man soll das unter andrem daran erkennen können, dass die Tiere Halsbänder haben. Das war bei dieser Herde ganz klar der Fall. Einige Tiere hatten bunte Halsbänder um!
Am Nachmittag haben wir für eine Kaffeepause gehalten und sind dann gegen 17 Uhr auf einem für uns genehmen Rastplatz angekommen, wo wir die Nacht verbringen werden.
Heute gibt es leckere Pizza aus dem Backofen und sicherlich die eine oder andere Runde Tridom. Gut’s Nächtle später 😉
Im übrigen haben wir für morgen einen atemberaubenden und ggfs. auch etwas verrückten Plan, seid gespannt.
So, ich gebe nun mal zwei Weisheiten an Euch weiter… die erste ist: was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen und die zweite ist: vertraue NIE nur einer Wetter-App…
Was soll ich sagen, wir wollten auch den heutigen Tag und die Nacht am Stekenjokk-Plateau verbringen. Heute wollten wir wandern gehen – gestern, als die Sonne schien und die Wetter-App mir sagte, dass heute den ganzen Tag die Sonne scheinen sollte, haben wir uns zu der Wanderung am „nächsten“ Tag entschlossen…. großer Fehler… wir schliefen also in Ruhe aus. Nachts waren wir kurz um die Ecke und wunderten uns schon über die null Grad Celsius… und morgens, als wir frühstückten, waren freundliche vier Grad und es war stark bewölkt und fing dann noch an zu regnen. Ein anderes Wetter-App sagte uns dann voraus, dass es den ganzen Tag so zauberhaft bleiben und es noch Schnee-Regen geben sollte. Nach dem Frühstück haben wir ein paar Nachrichten geschrieben und dann – nachdem seit gestern auch die Gasheizung im Womo lief, weil es mir zu kalt war 😉 entschieden wir uns gegen die Wanderung und dafür, der Sonne und dem guten Wetter hinterher zu fahren. Auf dem Weg hielten wir kurz, um Frischwasser zu tanken und suchten uns dann ein nettes Plätzchen, um den Nachmittag / Abend und die Nacht zu verbringen. Ich suchte uns einen Platz auf dem Vildmarksvägen aus, den wir anfuhren, um festzustellen, dass wir hier im vergangenen Jahr schon einmal standen – wenngleich nur sehr kurz, weil Hornissen in der Größe von Flugsauriern auf unserer Windschutzscheibe landeten und uns davon überzeugten, doch lieber weiterzufahren.
nun ja, dieses Jahr haben sich weder die Hornissen noch die Mücken gezeigt und wir entschieden, uns dort eine Nacht zu verbringen.
Wir haben uns relativ spontan entschieden, ein Lagerfeuer zu machen. Also haben wir Holz gesammelt, Mike hat unser Huhn gegrillt und dann ging es los
Wir hatten relativ schnell Nachbarn (Leute aus den Niederlanden, die mit Wohnwagen unterwegs waren) und haben schnell Kontakt zu dem Mann gefunden (er lieh uns eine Säge zum Zerkleinern des Holzes). Wir fragten dann, ob er und seine Frau sich zu uns an das Feuer setzen wollten, seine Frau war müde und ging liebe ins Bett und er setzte sich zu uns. Er ist Physiker, nun im Ruhestand und die beiden sind seit fast sechs Wochen in Schweden und Finnland unterwegs. Die Zeit verging im Fluge, wir haben uns verdammt gut unterhalten und irgendwann, als es dunkel war, haben wir uns verabschiedet, unsere Sachen zum Womo gebracht, das Feuer gelöscht und sind ab unter die Dusche. Ein toller Abend ging zu Ende.
Wir starteten mit Nieselregen in diesen Tag. Da wir jedoch eh in Richtung Stekenjokk-Plateau wollten, war das Wetter eher Nebensache. Es sei noch erwähnt, dass wir freundliche sechs Grad Celsius hatten, als wir uns auf den Weg machten. Und wieder war uns der Wettergott gut gesonnen, auf dem Weg brach die Sonne durch die Wolken und begleitete uns auf dem Vildmarksvägen. Wir fuhren so vor uns hin und sahen dann einen Wegweiser zu einem Wasserkraftwerk. Das wollten wir uns mal ansehen. Ein Foto wäre es bestimmt wert und was soll ich sagen ? Seht selbst
Wir fuhren also über den Staudamm und erblickten ein weiteres Hinweisschild zu dem Hällingsafallet – einem Wasserfall. Das hört sich gut und wir fuhren einfach drauf los. Da wir Ragnar versprochen hatten, dass er auch mal fahren darf, wählte Mike diese Strecke, wir gingen einfach davon aus, dass die Straße nicht so viel befahren wird.
ok, als wir bemerkten, dass Ragnar nicht wirklich über das Armaturenbrett schauen konnte, ist Mike weitergefahren. Sicher ist sicher – und letztlich war das auch eine hervorragende Entscheidung, denn diese Straße erwies sich als absolute Schotterpiste mit diversen riesigen Löchern. Wenn jemand uns beobachtet hätte, wären die aufgrund der Schlangenlinien, die wir gefahren sind, um den Löchern auszuweichen, ganz klar davon ausgegangen, dass Mike betrunken ist.
Nach 22 Kilometern dieser Schotterpiste kamen wir an dem Parkplatz an, von dem es zu dem Wasserfall geht. Also kurz andere Schuhe angezogen (ich natürlich meine Highheels ;-)) ok es waren dann doch normale Wanderschuhe und los ging es zum Wasserfall.
Nachdem wir zurück am Womo waren, haben wir uns entschieden, in der Sonne noch einen Kaffee zu trinken. Ragnar war natürlich mit dabei
Vom Wasserfall aus ging es dann für uns wieder auf den Vildmarksvägen (ok, bis dahin hatten wir noch 20 Kilometer Schotterpiste vor uns) und dann weiter bis zum Stekenjokk-Plateau. Der Spätsommer oder Frühherbst präsentiert sich hier in den schönsten Farben
Auf dem Weg zum Plateau hoffte ich, dass wir wieder (so wie im letzten Jahr) Rentiere sehen würden. Leider haben wir nicht ein einziges gesehen. Am Plateau angekommen, haben wir Hupi bei strahlendem Sonnenschein geparkt und haben uns kurz die Füße verteten.
Im Windschatten war es soooo schön, wenn man allerdings hinter dem Womo hervorgegangen ist, war es doch etwas schattig… neun Grad Celsius sind ok, wenn es nicht so windig wäre. Mike hat abends für uns sehr leckeren Lachs gegrillt und wir haben den Abend dann in Ruhe ausklingen lassen.
Es hatte die Nacht über geregnet. Wie gewohnt, haben wir im Bett einen Kaffee genossen und haben dann zusammen das Frühstück gemacht – ok, ich war kurz (und wirklich nur kurz) im Bad und Mike hat dann bereits angefangen, das Frühstück zu machen. Ich hab dann noch ein wenig geholfen ;-)) Nach dem Frühstück klarte der Himmel langsam auf und wir fuhren bei Sonnenschein in Richtung Strömsund. Dort wollten wir tanken, Frischwasser auffüllen und noch ein paar Lebensmittel kaufen, bevor es für uns auf die Wildernisroute geht.
An der Tankstelle angekommen, haben wir getankt und Mike hat freundlich gefragt, ob die für uns auch Frischwasser hätten. Wir durften dort unseren Tank auffüllen – wenngleich wir da wohl immer noch stünden, wenn wir den gesamten Tank hätten auffüllen wollen. Immerhin brauchen 10 Liter ungefähr (gefühlt) 10 Minuten und man muss dafür einen Druckknopf die ganze Zeit gedrückt halten. Mike hat dann – um einem eventuellen Rückenschaden vorzubeugen – eine andere Variante gewählt
Nach dem Tanken und dem Einkauf sind wir dann weiter in Richtung Wildernisroute, haben während der Fahrt gequatscht und haben das Abbiegen verpasst. Das haben wir dann gemerkt, haben kurzerhand gedreht und haben eine Straße genommen, die auf die Wildernisroute (Vildmarksvägen) führt. Die war auch erst geteert… dann war der Teer auf einmal weg und es wurde eine Schotterstraße, die wir 24 km entlang fahren sollten.
Die Straße war mal besser und mal schlechter zu befahren, also dauerte es eine Weile, die 24 km bis zur eigentlichen Route zu fahren. Dort angekommen, haben wir uns zwei Rastplätze angeschaut, die uns nicht wirklich gefallen haben. Doch dann kam ein Naturcampingplatz an einem See. Den befanden wir für gut, haben Hupi geparkt und sind ein wenig herumspaziert.
Da haben wir noch Grimassen geschnitten… dann fing es an zu regnen, es wurde dunkler und dunkler und wir gingen dann doch lieber zurück zum Womo. Dort angekommen, haben wir langsam das Abendessen vorbereitet (in der Hoffnung, dass der Regen aufhören würde – Mike wollte grillen) – und das tat es dann auch und Mike hat unsere Steaks und ein paar Grillbrötchen auf den Grill gelegt.
Es hat super geschmeckt, jetzt genießen wir ein Glas Wein und werden gleich noch eine Runde TriDom (triple domino) spielen, mal schauen, wer heute gewinnt. Habt einen flotten Abend 😉
Heute ging der Wecker um 8 Uhr…ja, ich weiß, es ist Sonntag… aber es ist Urlaub – und wir wollen ja was erleben… ausschlafen kommt schon noch – später irgenwann. Wir haben also gemütlich einen Kaffee im Bett genossen, haben dann Frühstück gemacht und bei strahlendem Sonnenschein ganz entspannt gefrühstückt. Danach wurde abgewaschen und wir waren dann auch schon wieder on Tour. Heute sollte es in die Nähe von Dorotea gehen, dort fängt die Wildernisroute an.
Wir fuhren also auf der E45 und hielten einfach spontan auf einem Rastplatz an einem See an, um dort einen Kaffee zu trinken. Der Rastplatz hat nicht nur einige Picknicktische, sondern auch einen Unterstand mit Feuerstelle und Holztischen. Super genial, oder ?
Wir genossen also unseren Kaffee im Sonnenschein – dies war unser Ausblick
Irgendwann haben wir uns doch entschieden, noch vor Dorotea einen Platz zum Übernachten zu finden. Und wieder wurden wir bei Park4Night fündig. Wieder ein Platz an einem See, dort angekommen, haben wir schnell geduscht und dann hat Mike den Grill angeworfen.
Das Haus gegenüber von Hupi ist auch nicht so schlecht, oder ? Ich denke, es gibt ein Herrenhaus und ein Gästehaus 😉Liebe Grüße von uns und habt einen schönen Abend !!!
Wir sind bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht, Mike ist schnell in die Klamotten gesprungen und hat uns einen leckeren Kaffee Crema gezapft (die Maschine als auch Wasser, Süßigkeiten und der Prosecco als auch Wein) stehen den Gästen der Kabinen im 11. Stock kostenlos zur Verfügung. Also haben wir erstmal einen sehr leckeren Kaffee genossen, hatten allerdings mal so gar keinen Hunger und haben uns dann entschieden, das Frühstück ausfallen zu lassen. Der Morgen fing entspannt an, gegen 8.30 Uhr passierten wir die ersten Schiffe, die vor dem Hafen von Göteborg vor Anker lagen. Dann gegen 9 Uhr haben wir die Kabine verlassen und uns auf den Weg zum Womo gemacht. Man kann allerdings erst auf die Autodecks, wenn das Schiff angelegt hat, also warteten wir geduldig (mit Maske) im Treppenhaus mit einigen anderen Leuten (ohne Maske) darauf, dass sich die Türen zum Autodeck öffnen. Dies passierte dann, wir gingen zu Hupi, Mike schloss mir die Tür auf und ich verstaute schnell den Rucksack, entfernte unseren Einbruchschutz im Fahrerhaus, während Mike schon das im Duty Free erstandene Bier in unserer Kühltasche in der Garage verstaute. Ich schaltete unsere Navi an, steckte sie an die Halterung und fand mich gut, dass ich schon soweit alles zur Abfahrt vorbereitet hatte. Mike kam rein, setzte sich und schon ging es für uns schon raus aus der Fähre. Dann im Hafen wurden wir von einer Zollbeamtin angehalten, die uns fragte, ob wir etwas zu verzollen hätten. Wir verneinten dieses, da anders als in Norwegen – Alkohol in normalen Mengen – nicht verzollt werden muss. Dann wurden wir gefragt, ob wir Haustiere an Bord hätten, auch das verneinten wir. Dann hat Mike von der netten Zollbeamtin sogleich ein Souvenir geschenkt bekommen. Wie lieb, oder ? Seht selbst
Na gut, das Souvenier hat er erst erhalten, nachdem der Alkoholtest, den die Beamtin gemacht hatte, negativ war. Uns wurde ein toller Aufenthalt in Schweden gewünscht und wir konnten weiterfahren. Uns sollte unser Weg erstmal nach Amal führen (dort hatten wir letztes Jahr so unvergleichlich tolles Sushi gekauft) und wir hofften, dass der Sushi-Waggon auch in diesem Jahr wieder da ist. Auf dem Weg nach Amal wurde der Bildschirm unserer Navi irgendwie dunkler und Mike konnte auch manuell die Helligkeit nicht einstellen. Ich als Technik-Profi fragte ihn dann, ob es irgendwie daran liegen könne, dass die Navi nicht genug Strom bekam. Mike prüfte das und was soll ich sagen ??? Die Navi hatte gar keinen Strom, weil ich Heldin sie zwar angeschaltet und in die Halterung gesteckt, jedoch vollkommen ignoriert hatte, die Navi auch mit dem STROMKABEL zu verbinden. Ich bin ein Profi, oder ?
Wir kamen also voller Hoffnung in Amal an und was soll ich sagen ? Der Sushi-Waggon war weg ;-((( Also haben wir Hupi geparkt, über die App „Exit“ die nächsten Supermärkte aufgerufen und sind dann zu Fuß zum Coop gegangen. Dort angekommen, haben wir belegte Sandwiches als auch ein frisch gegrilltes Huhn (hab ich schon erzählt, dass Huhn auf schwedisch „Kükkelen“ heißt???), frischen Salat, Dressing und Brot erstanden. Es sollte dann abends einen frischen Salat mit Huhn geben. Nach dem Einkauf ging es für uns weiter in den Norden Schwedens – unser Plan ist es, die Wildernisroute noch einmal zu fahren und dann ganz enstpannt in Richtung Meer und da einfach mal schauen, wo es uns gefällt. Über die App „Park4Night“ haben wir einen genialen Platz an einem See gefunden. Den haben wir also angesteuert. Auf der Fahrt haben wir nicht nur gefühlt hundert Blitzer passiert, wir haben auch einen Fuchs, diverse Greifvögel, Pferde, Kühe und Schafe gesehen. Elche und Rentiere stehen noch aus.
Das Wetter wechselte sich ab, es gab strahlenden Sonnenschein, Regen, dicke dunkle Wolken mit teils blauem Himmel und wunderschönen Regenbögen (ich hab zwei erblicken dürfe) und letztlich hat sich die Sonne durchgesetzt.
Der Platz liegt in der Nähe von Mora. Wir haben ihn gleich gefunden und haben beschlossen, dort eine Nacht zu stehen. Hier ein paar Eindrücke
Als wir zu dem Steg liefen, vernahm ich ein Geräusch, welches ich nicht einordnen konnte. Also blieb ich stehen und schaute in die Bäume vor mir. Und was soll ich sagen, ich erblickte einen Specht, der drauf und dran war, sich eine handfeste Gehirnerschütterung zu holen, so wie er mit seinem Schnabel auf den armen Baum eindrosch. Mike stellte sich neben mich und ich sagte nur: das muss doch weh tun, oder? Der Specht bearbeitete den Baumstamm unbeeindruckt weiter, irgendwann schreckte er auf und flog weg.
Scherzhaft meinte ich, dass ich morgen bestimmt in den See zum Baden gehen würde… hahaha… ich Frostködel… sicher. Die Sonne ging langsam unter und es wurde etwas schattig um die Knöchel, also gingen wir zurück zum Womo, duschten und machten dann unser Abendessen.
dazu gab es frisches Brot, es war echt lecker
Die Sonne verschwand komplett und es war draußen stockfinster und dennoch haben wir im Übrigen nicht eine einzige Mücke erlegen müssen 😉
Irgendwann überkam uns die Müdigkeit und wir krochen in die „Koje“. Von dort aus haben wir noch ein wenig den unfassbar schönen Sternenhimmel bewundert und sind dann ab in das Land der Träume.
Wir sind gegen 13.15 h mit Hupi und Ragnar in Richtung Kiel gestartet. Von dort soll uns die Fähre der Stena Line nach Göteborg bringen. Angekommen sind wir in Kiel um 14.30 h und konnten von der Straße schon unsere Fähre erblicken
Wir hielten am Schwedenkai und haben dort darauf gewartet, an Bord fahren zu können. Als erstes werden die LKW’s verschifft, dann kommen die Autos und Motorräder dran und danach die Womo’s. Also warteten wir geduldig. Wir hatten für die Hin- und Rückfahrt eine Außenkabine gebucht. Wir hatten jedoch darüber gesprochen, dass wir – so wie auch bei der letzten Hinreise – einfach versuchen, ein Upgrade zu bekommen (natürlich bezahlen wir dafür). Ich hab Mike sogar angeboten, dass – wenn wir auf der Fähre sind – er schon einmal zur Rezeption laufen kann und ich dann mit dem Rucksack und der Kühltasche in Ruhe hinterher gehe. Ich hatte Schiss, dass uns jemand eine tolle Kabine wegschnappen könnte. Mike sagte nur, dass wir zusammen hingehen und unser Glück versuchen. Dann gab er mir irgendwann die Reiseunterlagen in die Hand. Ich schaute drauf und fand nicht wirklich etwas spannendes bis ich erblickte, dass für uns Frühstück gebucht war. Das ist bei den „normalen“ Kabinen nicht automatisch dabei. Da ich ja manchmal etwas schwer von Begriff bin (ich sage nur: Heiratsantrag…) hat es so die eine oder andere Sekunde oder auch Minute gedauert, bis ich geschnallt habe, dass er für die Hin- als auch für die Rückreise eine Panorama-Kabine im 11. Stock gebucht hatte. So eine wollten wir mit dem Upgrade ergattern. Wenn ich also keine Ohren gehabt hätte, hätte ich sicherlich im Kreis gegrinst. Ich hab – im Sitzen – einen Freudentanz aufgeführt, weil ich die Idee so grandios fand und er mir damals beim Buchen gesagt hat, dass man eine solche Kabine im Voraus gar nicht buchen könne. Nun ja, da hat der Mann mich so richtig getunnelt 😉
Zur Begrüßung gab es ein Glas Prosecco, ich hab mir meins natürlich mit Ragnar geteilt
Als wir in Kiel ankamen und gewartet haben, auf die Fähre zu fahren, war es bewölkt und hat geregnet. Dann, als ob der Wettergott uns einen Gefallen tun wollte, klarte es auf und nach dem Genuss des Proseccos gingen wir an Deck, um die Ausfahrt aus dem Hafen zu beobachten. Die Sonne schien, als wir ablegten.
Dann sind wir in den Duty Free, haben ein wenig von dem leckeren schwedischen Bier gekauft und sind zurück zu unserer Kabine. Dort haben wir super leckere Bowls (mit Avocado, Gurke, Paprika, Edamame, Huhn, Mango und Reis) verspeist, die Mike zuvor bei Edeka erstanden hatte. Nach dem Essen ging es für mich unter die Dusche und Mike hat sich an Deck noch ein wenig die Füße verteten. Dann kam er zurück, ging duschen und dann waren wir auch relativ schnell im Land der Träume.
Im übrigen ist Corona vorbei – falls es jemand noch nicht weiß. Mike und ich waren an Bord die einzigen, die eine Maske getragen haben. Da für uns der Urlaub aber erst anfängt und wir nicht so fürchterlich viel Lust haben, uns auf der Hinfahrt schon anzustecken, haben wir das mit der Maske auch durchgezogen. Es war uns relativ egal, dass wir angeschaut wurden, als wären wir Außerirdische.