Archiv für den Monat Juli 2021

Fazit

Drei Wochen sind einfach zu kurz, um Schweden kennenlernen. Wir haben wunderschöne Ecken gesehen und sind ganz sicher, dass uns Schweden nächstes Jahr wiedersehen wird!!!

Gefahren sind wir ca. 4200 km.

Folgende Tiere haben wir gesehen: Elche (Mike jedenfalls), Rentiere, Pferde, Kühe, Schafe, Rehe, einen Fuchs, Hunde, eine Katze, Eichhörnchen, Fische im See, Enten, Schwäne, tausende und abertausende von Mücken (einige davon sind durch uns in die ewigen Jagdgründe eingegangen), Fliegen, Bienen und einen Flugsaurier. Ich hoffe, ich hab bei der Auflistung nichts vergessen.

Was wir im nächsten Jahr zusätzlich mitnehmen: Anti-Brumm 2 in 1 (das ist eine Mischung aus Sonnenschutz und Mückenschutz, dann kann man abends entspannt draußen sitzen).

Was wir im nächsten Jahr zuhause lassen: den Soda-Stream – es gibt in Schweden in den Supermärkten keine 5 oder gar 10-Liter Kanister stilles Wasser… es gibt da lediglich PET-Flaschen… und wir werden unsere frisch für den Urlaub erstandene Feuerschale zuhause lassen… in Schweden gibt es nahezu an jedem Stellplatz Feuerstellen und manchmal sogar mit Feuerholz und wenn man ganz ehrlich ist, ist ein Lagerfeuer auch schöner, wenn es draußen dunkel ist. Und in Schweden im Sommer ist es ungefähr nie dunkel.

Was wir nächstes Jahr anders machen: GAR NICHTS 😉😉😉, der Urlaub war einfach toll

4. Juli 2021

Gegen 9.15 h hatte uns Deutschland bzw. Kiel wieder… auf dem Weg zu unserem Womo kamen wir an ganz vielen fußkranken Menschen vorbei… ich meine – wir haben irgendwie immer noch eine Pandemie und Bewegung tut bekanntlich gut, dennoch standen fast alle Passagiere dicht an dicht vor den Aufzügen und machten es uns echt schwer, zu den Treppen zu gelangen. Einige waren wohl so erschöpft, dass sie sich – während sie auf den Aufzug warteten – einfach mit dem gesamten Gepäck auf die Stufen setzten… hat doch gleich gute Laune gemacht 😉

Wir schafften es dennoch über die Treppen zu unserem Womo und konnten gefühlt gerade noch reinspringen und mussten dann auch schon von der Fähre runter… wir standen relativ weit vorn auf der Fähre und wollten nicht, dass man auf uns warten muss.

Ruckzuck waren wir auf der Autobahn und dann auch zuhause. Also schnell das Womo leer geräumt, Hupi weg gestellt, an der Tankstelle frische Brötchen gekauft und dann ganz in Ruhe gefrühstückt und den Urlaub ausklingen lassen. Gut, die eine oder andere Maschine Wäsche haben wir noch angestellt und aufgehängt, das war es dann aber auch.

3. Juli 2021

Wir sind bei strahlendem Sonnenschein aufgestanden. Das Wetter war echt super – der Meinung waren wohl auch nahezu alle Schweden dieser Erde, denn der Parkplatz füllte sich rasend schnell. Also beschlossen wir, lieber im Womo zu frühstücken, es war draußen einfach zu voll… und auch fast schon zu warm in der Sonne.

Danach haben wir das Womo startklar für die Rückreise gemacht… will heißen: sauber machen, Wäsche schon mal sortieren und so weiter. Eigentlich wollten wir gegen 15 h in Richtung Göteborg starten, es waren nur noch ca. 40 km zu fahren… da der Parkplatz sich jedoch weiterhin stetig füllte und die Leute andere Autos oder auch Womos zugeparkt haben, sind wir einfach schon früher los. Auf unserem Weg in Richtung Göteborg musste ich noch das folgende Schild fotografieren

Großartig, oder?

Wir hatten in mehreren Foren gelesen, dass man auf dem Parkplatz bei der Stena Line in Göteborg auf keinen Fall das Womo unbeaufsichtigt abstellen sollte, da es sich einige Menschen zur Angewohnheit gemacht haben, Womos aufzubrechen und kurzerhand Wertgegenstände zu stehlen. Ok, also beschlossen wir, einfach im Womo zu bleiben (ich wollte mich ja mit einem riesigen Fleischermesser demonstrativ in die offene Tür setzen, Mike hingegen fand das ein wenig übertrieben). Als wir an dem Parkplatz ankamen, standen die Autos und Womos schon in den jeweiligen Buchten für das Check-In und erstaunlicherweise ging das einchecken bereits um 15 h los und nicht erst wie in Kiel eine Stunde vor Ablegen des Schiffes.

Wir checken ein, parkten das Womo auf der Fähre und sind gleich zum Info-Stand gegangen, weil wir fragen wollten, ob vielleicht wieder so eine tolle Suite leer steht und auf uns „wartet“. Das war leider nicht der Fall, die Fähre von Göteborg nach Kiel war ein anderes Schiff als auf der Hinfahrt und leider auch kleiner… ich fragte dann einfach, ob noch eine Außenkabine frei wäre, wir würden den Aufpreis natürlich zahlen. Gebucht hatten wir eine Innenkabine mit Etagenbetten (was anderes konnten wir damals für den Rückweg nicht buchen) und siehe da… das Glück war uns hold, wir bekamen eine große Außenkabine im 10. Stock und das sogar ohne Aufpreis.

Also haben wir unser Gepäck in der Kabine abgestellt, sind schnell unter die Dusche gesprungen und haben es uns dann in der Sonne auf Deck gemütlich gemacht. Es gab zur Erfrischung das eine oder andere Hopfen-Kaltgetränk und dann legte das Schiff gegen 17.45 h ab.

Das Schiff der Stena Line kam gerade aus Dänemark an

Wir verließen Göteborg und fuhren raus auf den großen Ozean 😉

Irgendwann überkam uns der Hunger und wir gingen zurück in unsere Kabine. Dort gab es Oliven, Käse, Physalis, Cracker und ein Glas Wein. Nach dem Hunger kam dann die Müdigkeit und wir waren doch recht früh (für unsere Verhältnisse) in der Koje

2. Juli 2021

Das späte Frühstück wurde von strahlendem Sonnenschein begleitet. Um ca. 12.30 h sollte dann das Meer vor der Tür sein… nun gut, so fürchterlich viel hat sich an dem Anblick nicht geändert 😉, schwimmen hab ich mir dann geklemmt. Wir stehen an einer Bucht, wo man gefühlt hundert Meter im Wasser laufen kann und es nicht tief wird… dennoch ein wunderschöner Anblick. Nachmittags startete wohl im kleinen Hafen oder dahinter eine Segelregatta, wir sahen plötzlich ganz viele bunte Segel am Horizont. Das sah sensationell aus, ich konnte es jedoch nicht auf einem Foto einfangen.

Mike hat zwischendurch Skye starten lassen und auch wenn es windstill war, hab ich immer wieder Schiss, dass die Drohne nicht zurückkommt… sie ist natürlich wieder zurück gekommen.

Abends hat Mike das letzte Mal in diesem Urlaub für uns gegrillt, es gab Schweinefilet und Nudelsalat, der noch im Kühlschrank darauf wartete, gegessen zu werden. Beides hat richtig gut geschmeckt.

Mike hat den Sonnenuntergang (ja, hier unten in Schweden nahe Göteborg geht wirklich die Sonne fast unter und es wird fast dunkel) eingefangen.

So, wir genießen unseren letzten Abend in Schweden und sagen gut‘s Nächtle

1. Juli 2021

Da wir absolut keine Eile hatten, Åmål zu verlassen, haben wir in Ruhe gefrühstückt, dann alles abreisefertig gemacht, haben am Stellplatz noch unser Grau- und Schwarzwasser entsorgt und sind dann in Richtung Küste gestartet. Am Marktplatz in Åmål haben wir noch einen kurzen Stop eingelegt, um uns nochmal mit so sensationellem Sushi zu versorgen. Dieses Mal haben wir jedoch eine kleinere Portion als den Tag zuvor bestellt. Mike ist zurück zum Womo und ich hab am Rande des Marktplatzes gewartet, das Sushi wir immer erst nach der Bestellung frisch zubereitet.

Mit dem Sushi (im Kühlschrank sicher verstaut) sind wir dann in Richtung Küste aungebrochen. Wir hatten uns im Vorwege zwei Stellplätze rausgesucht, konnten den ersten jedoch nicht anfahren, die Straße bzw. die dort stehenden Bäume haben uns den Weg versperrt. Kein Problem, also die Daten für den zweiten Stellplatz an die Navi geschickt und innerhalb von einer halben Stunde waren wir da, in der Nähe von Störa Höga, mit direktem Blick auf das Meer (wenn es denn mal da ist, wir kamen bei Ebbe an).

Nach dem Parken haben wir uns ein wenig die Füße vertreten und sind wirklich begeistert, es ist so schön hier

Ein Stück am Meer entlang gibt es einen kleinen Hafen

Wir haben den Tag genossen, abends gab es nochmal Sushi und dann ging es irgendwann in die Alkove

Das war wieder sooooo lecker

30. Juni 2021

Wir wollten wirklich früh aufstehen, dann in Richtung Göteborg fahren, kurz ein paar Lebensmittel einkaufen und dann weiter nach Åmål, dort gibt es einen Womo-Stellplatz am Hafen mit Blick auf einen wirklich riesigen See.

Ok, das mit dem früh aufstehen hat einfach nicht geklappt… der Rest allerdings schon, Einkauf erledigt und dann weiter nach Åmål. Dort angekommen haben wir Hupi geparkt, sind ein wenig durch den Hafen geschlendert, haben in der Touristen-Info die Stellplatz-Gebühr von 100 Kronen (ca. € 10) bezahlt und haben uns dann auf den Weg gemacht, den kleinen Ort zu erkunden. Es sollte dort ein Sushi-Restaurant geben, das wollten wir uns mal anschauen, um dann zu entscheiden, ob wir dort essen gehen oder ob wir das Sushi mitnehmen und im oder vor dem Womo essen. Die Sonne schien, es waren absolut keine Mücken in Sicht, also insgesamt hervorragende Voraussetzungen… Google Maps hat uns zu dem Sushi- Laden geführt, der nunmehr abgeklebte Scheiben hat und geschlossen ist. Die letzte Rezension bei Google war von vor zwei Wochen 😳🤔

Schade, aber es sollte hier fußläufig noch ein Thai-Restaurant geben, also machten wir uns auf dorthin. Angekommen standen wir vor einem eher düsteren Laden, vor dem ein Mann mit einem Bier saß. Soweit, so gut… wir schauten uns die Rezensionen vom Restaurant an und stellten mal ganz schnell fest, dass wir hier nichts essen möchten. Also schlenderten wir so die eine Straße hinauf, die andere hinunter und kamen auf einen kleinen Marktplatz. Und, als ob Gott uns etwas Gutes tun wollte, stand dort ein „Sushi Vagn“, ein mobiler kleiner Sushi-Imbiss. Ich war schon ein wenig unsicher, immerhin reden wir von einem Imbiss-Wagen und rohem Fisch… wir schauten uns den Imbiss und die Speisekarte an und unser Magen traf die Entscheidung für uns. Wir bestellten Sushi, der nette Japaner sagte uns, es würde ca. 20 Minuten dauern und dann fingen die beiden im Imbiss an, unser Sushi frisch zuzubereiten.

Während wir warteten, hab ich kurz ein paar Fotos geschossen

Leute, das war soooooo lecker – und es geht uns auch einen Tag später noch hervorragend!!!

Und das Sushi ist wirklich mit viel Liebe zum Detail zubereitet worden. Aus den Lachs-Nigiri waren Herzen aus Kaviar 😍

Kleiner Tipp an alle: bestellt nie was leckeres zu essen, wenn Ihr Hunger habt… wir haben alles aufgegessen und unser Magen fand es nicht so lustig 😆

Also mit Magenspannung, aber endlos zufrieden, später ab in die Koje bzw. Alkove

29. Juni 2021

Oder auch: sie leckten sich ihre Wunden 😂

Nun ja, 15 km wandern mag den einen oder anderen von Euch sicherlich nicht anstrengen… ich kann berichten, dass meine rechte Hüfte ein wenig sauer auf mich war und es mir dementsprechend auch gezeigt hat… bin halt keine 20 mehr und – was noch viel schlimmer ist – ich bin nicht mehr im Training… das ändert sich ja glücklicherweise bald

Mike hat die Wanderung oder den Trail soweit gut überstanden, er ist halt fitter 👍

Um meine doch etwas müden Knochen zu bewegen, bin ich morgens kurz die Brötchen holen gegangen, der Campingplatz hat auch einen Brötchendienst. Auf dem Rückweg hab ich ein komisches Geräusch vernommen und konnte es nicht gleich zuordnen. Zurück im Womo haben wir dann Frühstück gemacht und ich vernahm das Geräusch erneut, es hörte sich wie ein Schrei oder so ähnlich an. Das Geräusch ging einem durch Mark und Bein… Ich schaute aus dem Fenster und sah – ich beschreibe es mal so – einen Vogel, eine Mischung aus Schwan, Fischreiher und Flugsaurier aus Jurassic Park… ich hab sowas riesiges noch nie gesehen, der Flugsaurier (ich finde, es passt am besten) flog den Fluss entlang und stieß in gewissen Abständen diesen Schrei aus… er suchte bestimmt sein Weibchen… ich rechnete jeden Augenblick damit, dass ein Velociraptor durch das Fenster schaut und wir einfach kurzerhand in einem Parallel-Universum und leider in der späten Kreidezeit und somit bei den Dinosaurier gelandet waren. Ich schaute schnell zur anderen Seite aus dem Womo, erblickte den Campingplatz und diverse andere Womos und war fast erleichtert…

Das Wetter war den ganzen Tag super und so haben wir halt gechillt (oder unsere Wunden geleckt 😂).

Später am Nachmittag hab ich mich doch noch zum Baden in den Fluss getraut. Hier das Beweisfoto

Wir haben abends super lecker gegrillt und haben den Abend mit Blick auf den wunderschönen Fluss ausklingen lassen.