19. Mai 2023

Nach einer eher kurzen Nacht (Ihr wisst ja, die Frösche 😉) sind wir früh hoch, weil wir uns dachten, dass es sinnvoll sei, den Weg vom Weingut zurück früh – und damit hoffentlich ohne Gegenverkehr – zurück zu fahren. Die Straße oder wohl eher der Weg ist echt nicht dafür gemacht, entgegenkommende Fahrzeuge zu treffen. Wir verabschiedeten uns von dem Eigentümer des Weingutes und machten uns ohne Frühstück auf den Weg zu dem nächsten (bereits im Vorwege ausgesuchten) Stellplatz. Unten im Dorf haben wir an einem kleinen Laden noch Trinkwasser gekauft und weiter in Richtung Strand. Da wir vorausschauend das Offline-Kartenmaterial von Albanien herunter geladen hatten, lotste uns die Navigation durch einen kleinen Ort, wo gerade Wochenmarkt war – das bedeutete für uns, dass diverse Stände, parkende Autos und natürlich Menschen auf der Straße anzutreffen waren. Das war das eine oder andere Mal etwas eng, dennoch kamen wir da unbeschadet raus. Also weiter auf einer Schnellstraße, die wir uns wieder mit Menschen, Fahrräder und Tieren teilten.

Man muss sehr bewundernd anmerken, dass in Albanien von 100 Autos mindestens 90 frisch gewaschen unterwegs sind und ich spreche dann auch von neuen und auch teuren Autos. An jeder Ecke an einer Straße kann man sein Auto waschen lassen und oftmals ist neben einem solchen Stand (bestehend aus einem Zelt, einem Hochdruckreiniger, Wasser und Lappen) ein kleiner Laden, wo man sich für die Zeit der Autowäsche hinsetzen und einen Kaffee oder was anderes trinken kann. Das ist mal eine gute Geschäftsidee.

Ok, weiter auf unserer Strecke. Die Navigation lotste uns in einen weiteren Ort und dann sagte sie zu uns: die nächste Möglichkeit links auf die unbefestigte Straße abbiegen, in 17 km erreichen Sie das Ziel… unbefestigte Straße ist wirklich sehr positiv ausgedrückt, es handelte sich um einen sandigen, übelst unebenen Feldweg. Mike und ich schauten uns an und entschieden, dass wir das weder unserem Womo noch unseren Nerven antun wollten.

Also weiter… wir hatten noch zwei oder drei andere Stellplätze markiert und fuhren die nun nacheinander an. Manche Stellplätze gab es nicht mehr, weil dort nun Gebäude gebaut wurden oder die Plätze waren einfach zu uneben, zu klein oder mit einer Durchfahrtshöhe von 3 Metern, da passen wir mit Hupi nicht durch. Langsam aber sicher stieg unser Frustrationslevel – ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir ohne Frühstück gestartet sind, weil der nächste Platz ja nur eine Stunde entfernt sein sollte… 😂

Irgendwann standen wir auf einem Parkplatz und versuchten, einen für uns passenden Stellplatz zu finden, wo wir ja auch meinen Geburtstag feiern wollten. Ok – weg vom Strand und ab zum Lake Shkodra Resort, ein toller Platz an einem riesigen See. Gesagt, getan. Die Fahrt dahin war ok, die Straßen soweit befahrbar und wir errichten den Stellplatz. Wunderschön gelegen mit relativ großen Parzellen, sehr sauberen Sanitäranlagen und einem Restaurant direkt mit Blick auf den See. Wir parkten Hupi

und erkundeten dann das Terrain. Auf dem Platz standen fast nur deutsche Camper 😉

Da wir ein wenig hungrig waren, setzen wir uns in das Restaurant und bestellten Pizzabrot für zwei Personen und was zu trinken. Dann schauten wir uns weiter die Speisekarte an und waren mehr als überrascht, weil z.B. eine Portion Bruschetta nur € 1,50 kostet, eine Hauptspeise fing bei € 6,- an. Wenngleich uns die Logik der Preisgestaltung bei dem Bier nicht ganz in den Kopf wollte… ein Bier 0,2 Liter kostet € 1,50, ein Bier 0,5 Liter kostet € 2,-… aber egal… wir waren uns schnell einig, hier abends zu essen. Wir gingen noch spazieren, dann zurück zum Womo, duschten und dann ging es zurück in das Restaurant. Wir bestellten als Vorspeisen einen Salat, Oliven und Brot dazu. Als Hauptspeise gab es Pizza… die war echt lecker

Danach haben wir uns den Sonnenuntergang angeschaut und irgendwann ging es ab zum Womo und in die Koje.

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